Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr

07.01.2013 11:18 Uhr

Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung für Thüringen

Im April 2010 wurden Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (12. kBV) für Thüringen insgesamt veröffentlicht. Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnungen sind als Entscheidungsgrundlage für Planungen auf politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene unerlässlich. Daher beschloss das Kabinett am 15. Juni 2010, die Ergebnisse der Variante 1 als maßgebliche Planungsgrundlage für langfristige Planungen der Landesbehörden festzulegen

Nach der 12. kBV wird Thüringen von 2009 bis 2030  18,7 % seiner Einwohner in Folge der natürlichen und räumlichen Bevölkerungsentwicklung verlieren, bis 2060 41,6 %.
Zusammengefasst zeigen sich folgende demografische Entwicklungstrends in Thüringen:

  •  Bevölkerungswachstum wird in den kreisfreien Städten Weimar, Jena und Erfurt prognostiziert, leichte Verluste in der kreisfreien Stadt Eisenach. Sehr hohe Verluste hingegen in der kreisfreien Stadt Suhl und in den Landkreisen Kyffhäuserkreis, Greiz und Saalfeld-Rudolstadt.
  • Die Geburtenrate mit 1,4 Kindern pro Frau liegt zwar auf gesamtdeutschen Niveau aber unter dem Soll von 2,1. 1994 lag die Geburtenrate nur bei 0,7 Kindern pro Frau.
  • Die Lebenserwartung der Thüringer steigt:
    Bei den Männern liegt sie heute bei 75,9 Jahren, bei Frauen bei 81,93 Jahren.
    Für das Jahr 2060 wird eine Lebenserwartung von 84,73 Jahren bei den Männern und 89,0 Jahren bei den Frauen prognostiziert.
  • Einhergehend mit der niedrigen Geburtenrate und steigenden Lebenserwartung ändert sich die Altersstruktur der Thüringer Bevölkerung: Die Zahl der Thüringer zwischen 0 und 20 Jahren wird von 2009 zu 2060 unverändert bei 14,6 % liegen, ist aber zwischenzeitlich Schwankungen ausgesetzt.  Waren 2009 23,1 % aller Thüringer 65 Jahre und älter sind es 2060: 36,9 %. Das Durchschnittsalter steigt damit von 45,73 Jahren 2009 auf 51,4 Jahre 2030 und 52,3 Jahre 2060.

Die räumliche Bevölkerungsbewegung unterliegt starken Schwankungen und ist abhängig vom Wanderungspotential und der wirtschaftlichen Entwicklung.

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