Thüringen heute und morgen
Bevölkerungsentwicklung von 1990 bis 2009
Thüringen hat von 1990 bis 2009 12,8 % seiner Einwohner in Folge der natürlichen und räumlichen Bevölkerungsentwicklung verloren.
Neben der seit 1989 landesweit zu beobachtenden Abwanderung über die Landesgrenze waren besonders die Thüringer Groß- und Mittelstädte in den 1990er Jahren von hohen Bevölkerungsverlusten in Folge von Wohnungsneubau in deren Umland betroffen.
Mit Beginn des neuen Jahrhunderts konnte ein Wandel im Migrationsverhalten in Thüringen dahingehend festgestellt werden, dass ausbleibende Suburbanisierungsgewinne von Umlandgemeinden die Einwohnerzahl in den Zentren stabilisierten. Das galt im Besonderen für die kreisfreien Städte Erfurt, Jena und Weimar.
Insgesamt konnte hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung in Weimar und im Umland der Städtekette Eisenach bis Jena sowie im Eichsfeld ein Anstieg bzw. eine stabile Entwicklung festgestellt werden. Überdurchschnittlich hohe Verluste gab es hingegen in den Städten Leinefelde-Worbis, Suhl, Oberhof, Altenburg, Gera, Greiz sowie in vielen Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften Nordthüringens, im östlichen Thüringer Wald und im Thüringer Schiefergebirge sowie im Wartburgkreis in Wutha-Farnroda und in Seebach.