Das Schulbausonderprogramm
Grundschule "Wilhelm Busch" in Gera (226 Schüler und 33 Lehrer)
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Der Entwurf sah den Rückbau des langgestreckten Schulraumtraktes bis zum Verbinder und den Anbau eines Laubenganges vor. Dadurch erhielten die Klassenräume dieses Gebäudeteils einen nutzungsgerechten Zuschnitt.
Der Neubau mit Aula und Speiseraum (Ebene 0) stellt sich in Ausrichtung zur Saalfelder Straße den Hauptgebäuden des Bestandes entgegen und definiert somit die neue Eingangsachse des Gebäudes.
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Er ist aufgrund seiner transparenten, eigenständigen Gestaltung und durch das Vordach bewusst als eigenständiges Element ablesbar. Der Bestand blieb in seiner Substanz erhalten. Lediglich die Haustechnik, Akustikdecken, Fenster und Türen wurden dem Stand der Technik angepasst und Forderungen des Brandschutzes berücksichtigt.
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Durch die Neuordnung der Räume wird eine Verbesserung der Wegeführung und der funktionalen Gliederung in den einzelnen Ebenen des Gebäudes erreicht. Die Stellung der Baukörper und die Höhenentwicklung des Geländes teilt die Freibereiche in zwei Zonen. Der untere Schulhof mit Haupteingang, Fahrradstellplätzen und Sitzelementen trägt einen öffentlichen, extrovertierten Charakter.
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Der obere Schulhof hingegen ist als abgeschlossener, introvertierter Bereich hauptsächlich für den Hort ausgelegt. Die Besonderheit des Entwurfes besteht in der Schaffung innen- und außenräumlicher Qualitäten, der eindeutigen Definition der Eingangssituation und des barrierefreien Zugangs aller Ebenen.
Planung:
ARGE Planungsbüro Mertens,
Gera ARGE Planungsbüro Stadermann, Hausen
Architekturbüro Junk & Reich, Weimar
zuständiges Staatsbauamt:
Gera
Gesamtbaukosten:
3.969.942 Euro
Nutzung:
226 Schüler, 33 Lehrer