Das Schulbausonderprogramm
Grundschule "Schwarza" in Rudolstadt (166 Schüler und 22 Lehrer)
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Die Planung sah den Rückbau des langgestreckten Schulraumtraktes bis zum Verbinder und den Anbau eines Laubenganges vor. Dadurch erhielten die Klassenräume dieses Traktes einen nutzungsgerechten Zuschnitt.
Der Neubau mit Aula und Speiseraum, Küchenfunktion und überdachter Pause (Ebene 1) funktioniert als städtebauliches Bindeglied zwischen Sporthalle und Schulgebäude. Er unterteilt die Außenanlage in Schulhof und Vorplatz und definiert die Eingangssituation durch seine Ausrichtung zur Erschließungsstraße.
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Die entstehende Achse öffnet sich im Gebäude in die überdachte Pausenfläche zum Verbinder. Der aus dieser Fläche ausgestanzte Lichthof dient einerseits zur Belichtung der anschließenden Klassenräume, andererseits erhöht er die räumliche Qualität des überdachten Pausenbereiches.
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Die transparente Gestaltung und das herausragende Vordach machen den Entwurf bewusst als eigenständiges Element erfahrbar. Der Bestand ist in seiner Substanz erhalten geblieben.
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- Südansicht
Neben einer funktionellen Neuordnung wurden lediglich die Haustechnik, Akustikdecken, Fenster und Türen an den Stand der Technik angepasst und Forderungen des Brandschutzes berücksichtigt. Ein behindertengerechter Aufzug wurde eingebaut.
Planung:
Arge Architekturbüro Stadermann, Hausen
Architekturbüro Junk & Reich, Weimar
zuständiges Staatsbauamt:
Gera
Gesamtbaukosten:
3.544.741 Euro
Nutzung:
166 Schüler, 22 Lehrer
Fotos: Michael Miltzow, Weimar (www.bildwerk-weimar.de)