Das Schulbausonderprogramm
Grundschule "Erich Kästner" in Gera (205 Schüler und 31 Lehrer)
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Das alte Schulgebäude war, gemessen am Raumprogramm, zu groß. Andererseits fehlten für den Schulbetrieb wichtige funktionelle Einheiten wie Aula und Speiseraum. Im Entwurf entstand ein Baukasten aus Bauprinzipien, räumlichen Elementen und Ausbaukonzepten, der für diesen Schultyp einen hohen Grad an funktioneller Flexibilität und Kostenersparnis, aber auch von gestalterischer Identität gewährleistet.
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Der Entwurf sah den Rückbau eines Gebäudeteils bis zum Verbinder vor. In diesem Bereich wurde der neue Baukörper aus Aula, Speisesaal und Erschließungshalle eingeordnet. Die innere Erschließung der Schule wurde durch einen Aufzug und einen neuen Flurbereich an der Nordseite ergänzt und umstrukturiert.
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Die Differenzierung von Bestand und Neubau ist auch im äußeren Erscheinungsbild ablesbar. Der Neubau ist durch Leichtigkeit und Transparenz charakterisiert. Der Charakter des Altbaus als massiveres Baukörperensemble blieb erhalten und wurde durch neue Oberflächenmaterialien und Bauteile überformt. Akustikdecken, neue Fenster- und Türelemente und eine komplett erneuerte technische Ausstattung heben deutlich die Nutzungsqualität.
Planung:
ARGE Triplan GmbH, Gera
ARGE Architekturbüro Stadermann, Hausen
Architekturbüro Junk & Reich, Weimar
zuständiges Staatsbauamt:
Gera
Gesamtbaukosten:
3.908.564 Euro
Nutzung:
205 Schüler, 31 Lehrer