Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr

07.01.2013 11:16 Uhr

Das Schulbausonderprogramm der Thüringer Landesregierung

Schulbaulogo gross


Bereits vor vier Jahren begannen die Planungen für das rund 92 Millionen Euro starke Schulbausonderprogramm. Der Baustart erfolgte dann 2002.

In Thüringen gibt es rund 200 Schulen, die in Plattenbauweise errichtet worden sind. Diese Schulbautypen werden heute den veränderten pädagogischen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die Erschließungssituationen sind unzureichend, die Bausubstanz ist in vielen Fällen mangelhaft und sie entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Deshalb sind zahlreiche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen erforderlich.

Da die Situation des Landeshaushalts nach wie vor angespannt ist, wurde das Pilotprojekt
»19 Schulen auf einen Streich« über private Vorfinanzierung angeschoben oder an deren Vorbild angelehnt. Bei den Modernisierungsmaßnahmen wurden die neuesten bautechnischen und pädagogischen Standards berücksichtigt.

Die folgenden Seiten sollen Ihnen einen Einblick in die Vielfältigkeit des Schulbausonderprogramms geben.

Tafeln zum Schulbausonderprogramm der Thüringer Landesregierung


Ziel des Projekts
In Thüringen existieren rund 200 Schulen, die in Plattenbauweise errichtet worden sind. Den veränderten pädagogischen Anforderungen werden diese Schulen nicht gerecht. Neben der unzureichenden Erschließungssituation begründet die teilweise mangelhafte Bausubstanz, die zudem nicht mehr dem Stand der Technik entspricht, den Sanierungsbedarf. Darüber hinaus können viele bestehende Typenschulen das erforderliche Raumprogramm nicht erfüllen.

Schwerpunkte der Planung

  • die Vergrößerung der Klassenzimmer im Schulraumtrakt auf einheitlich 50 qm
    durch die Anordnung eines vorgelagerten Laubenganges
  • die Verbesserung der Erschließungssituation im Gebäude insgesamt und für jeden Klassenraum durch den Laubengang
  • die Schaffung eines 2. Flucht- und Rettungsweges über zwei notwendige Treppenhäuser
  • die Schaffung von zusätzlichen Flurbereichen als Pausenzonen
  • die Verbesserung der architektonischen Gestaltung der Gebäude (Fassaden) sowie der Außenanlagen
  • die multifunktionale Gestaltung der Flächen für Foyer, Aula, Mehrzweck- und Speiseraum und anderer Räume (z.B. Musikraum der GS und RS Pößneck) sowie des Außenraums

Finanzierung des Projekts
Die Gesamtbaukosten wurden mit rund 76,7 Millionen Euro für 17 Schulen veranschlagt, hinzu kommen die Gesamtkosten der beiden Sportgymnasien von etwa 15,4 Millionen Euro, die sich in Landesträgerschaft befinden. Die Kosten für die Erstellung der Haushaltsunterlage(HU)-Bau und der Projektsteuerung wurden zu 100 Prozent vom Land Thüringen getragen. Darüber hinaus wurden die Kosten für die Ausführungsplanung und für die Bauausführung vom Land und vom jeweiligen Schulträger zu je 50 Prozent getragen.







Kosten des Projekts
Summe reine Baukosten mit Finanzierungskosten HU-Bau:
92.002.607,00 Euro (brutto)