Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen

Sonnenhut

Der Anbau von Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen verfügt in Thüringen über eine lange Tradition, die bis in die heutige Zeit weitergeführt worden ist. Das "know how" der Thüringer Betriebe im Anbau, die Unterstützung anerkannter wissenschaftlicher Einrichtungen sowie die klimatischen Bedingungen haben Thüringer Kräuter zu einem Qualitätsbegriff werden lassen. Mit einer Anbaufläche von jährlich 1300 bis 1500 ha, zählt man Lein und Senf hinzu, sind es etwa 2500 ha, gehört Thüringen bundesweit zu den Hauptanbauländern,. Damit bestreitet der Freistaat ca. 20 bis 25 % Gesamtfläche an Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen in Deutschland.

Kamille

Ein Sortiment von ca. 20 Kulturen wird nachfrageorientiert in etwa 10 Thüringer Betrieben angebaut. Die Hauptanbaukulturen der letzten Jahre waren Kamille mit 970 bis 1030 ha, Pfefferminze mit 180 bis 250 ha und Johanniskraut mit 50 bis 75 ha sowie Schafgarbe, Zitronenmelisse, Baldrian und Spitzwegerich mit jeweils 20 bis 50 ha. Der Anbauumfang von Lein und Körnersenf beläuft sich auf insgesamt über 1000 ha jährlich. Weiterhin werden u. a. Kümmel, Thymian, Dill, Rosenwurz, Pharmaweide, Tollkirsche und Echter Steinklee angebaut. Für zahlreiche weitere Kulturen liegen Anbauerfahrungen vor. Diese können bei entsprechender Nachfrage sofort wieder in Kultur genommen werden. Der weitaus größte Teil des Anbaus erfolgt nach dem System des abnehmerkontrollierten Vertragsanbaus. Dokumente dieses Qualitätssicherungssystems sind die auf das jeweilige Zielprodukt orientierten Richtlinien für den Anbau und die Erstverarbeitung sowie eine kulturartenspezifische Schlagkarte.

Pfefferminze

Über eine optimierte Saatgut- bzw. Jungpflanzenerzeugung wird der Grundstein für den erfolgreichen Anbau gelegt. Im Anbau stimmt dann der Erzeuger die ökologi-schen und ökonomischen Erfordernisse einschließlich der Kulturmaßnahmen optimal untereinander ab. Moderne Ernte- und Nacherntebehandlungsverfahren, wie schonende Trocknung, Fraktionierung und Sichtung oder Wäsche bei Wurzeldrogen haben einen entscheidenden Anteil an der Qualitätssicherung. Die Lieferung von zertifizierter Ware vom Big Bag über Standardsäcke bis zu verbraucherfreundlichen Klein-packungen bildet den Abschluss der Kette. Kaum ein anderer landwirtschaftlicher Produktionszweig erreicht die Wertschöpfung der Arzneipflanzen, aber kein anderer unterliegt solch extremen Nachfrageschwankungen wie der Arznei- und Gewürzpflanzenanbau.

 

Hopfen

In Thüringen werden auf etwa 400 ha Hopfen angebaut, die dem Elbe-Saale-Anbaugebiet zugeordnet sind. Dieses erstreckt sich über die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen und gehört mit ca. 1400 ha zu den weltweit zehn größten Hopfenanbaugebieten. Es geht zurück auf die ersten in der DDR staatlich geförderten Hopfengärten in Thüringen im Jahr 1950. Der in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen / in Elbe-Saale hergestellte Hopfen ist seit 2014 ein von der EU geschütztes Produkt und darf mit dem Qualitätssiegel „g.g.A.“ – geschützte geographische Angabe – beworben werden. Im Mittelpunkt steht der Anbau von Bittersorten. Daneben gewinnen Aroma- und Flavor-Hopfen zunehmend an Bedeutung. Jährlich werden ca. 20 dt Hopfen/ha geerntet.

Mehr Informationen bei www.arzneipflanzen.fnr.de
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.

Mehr Informationen bei www.curativeplants.com
Thüringer Interessenverband Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen e.V.


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Kontakt:
Torsten Graf (Referatsleiter)
Telefon: 0341 -683 146
Mail: Torsten.Graf{at}tll.thueringen{punkt}de

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