Körnerleguminosen

Ackerbohne

Ackerbohne

Ackerbohnen (Vicia faba) stehen in Thüringen auf ca. 2.985 ha (Mittelwert der Jahre 2011 bis 2016). Die Anbaufläche ist in den letzten Jahren aufgrund von Greening und Fruchtfolgeprogramm des Freistaates Thüringen wieder gestiegen. Die Erträge lagen im oben genannten Zeitraum bei ca. 31,7 dt/ha.
Ackerbohnen gedeihen auf mittleren bis schweren Böden und stellen hohe Ansprüche an eine kontinuierliche Wasserversorgung. Der Einsatz von Ackerbohnen erfolgt vorrangig in der Wiederkäuerfütterung. Begrenzend auf den Einsatz in der Fütterung von Geflügel oder Schweinen wirkt der Tanningehalt. Die derzeit verfügbaren tanninarmen Sorten sind tanninhaltigen Züchtungen im Kornertrag unterlegen.
Ackerbohnen haben als Körnerleguminosen einen hohen Vorfruchtwert. Sie hinterlassen mit den Ernterückständen einen Teil des während der Vegetation aus der Luft gebundenen Stickstoffs, unterbrechen Infektionszyklen bodenbürtiger Krankheitserreger in engen Getreidefruchtfolgen und fördern die Bodengare und Krümelstruktur.

 

Körnerfuttererbse

Körnerfuttererbse

Mit ca. 8.872 ha (2011 bis 2016) nehmen die Körnerfuttererbsen (Pisum sativum) in Thüringen knapp 71 % der Körnerleguminosenfläche ein. Die Anbaufläche ist in den letzten Jahren aufgrund von Greening und Fruchtfolgeprogramm des Freistaates Thüringen wieder gestiegen. Die Erträge lagen im zwischen 2011-2016 bei ca. 35,7 dt/ha.
Erbsen stellen geringe Anforderungen an den Standort, wichtig sind jedoch Unkraut- und Steinfreiheit der Böden. Erbsen sind, wie alle Körnerleguminosen, zur Auflockerung enger Getreidefruchtfolgen und damit zur Unterbrechung von Infektionszyklen bodenbürtiger Krankheitserreger geeignet. Auch sie hinterlassen mit den Ernterückständen einen Teil des während der Vegetation aus der Luft gebundenen Stickstoffs für die Nachfrucht. Erbsen fördern die Bodengare, die Krümelstruktur und den Aufbau stabiler Humusformen.

 

Lupinen

Lupine

Die derzeit in Thüringen auf ca. 574 ha (2011 bis 2016) angebauten Lupinen gehören überwiegend zur Gattung der Blauen Süßlupine (Lupinus angustifolius). Sie nehmen damit knapp 5 % der Körnerleguminosenfläche ein. Lupinen bevorzugen leichte Standorte mit pH- Werten im schwach sauren Bereich. Sie besitzen ebenfalls eine sehr gute Vorfruchtwirkung, da sie einen Teil des aus der Luft gebundenen Stickstoffs hinterlassen, die Bodenstruktur verbessern und mit Hilfe der Proteoidwurzeln gebundenes Phosphat aufschließen, das der Nachfrucht zur Verfügung steht.
Die Erträge der Lupinen schwanken jahresabhängig stark. Im Mittel der Jahre 2011 bis 2016 lagen sie bei ca. 21,8 dt/ha. Zu empfehlen ist der Anbau in Betrieben mit eigener Futterherstellung, da sich Lupinen besonders für die Milchviehfütterung eignen.
Darüber hinaus sind Süßlupinen für die Humanernährung interessant.

 

Sojabohne

Sojabohne

Die Wärme liebende Sojabohne (Glycine max.) wird in Deutschland vorrangig im Süden, also in Bayern und Baden Württemberg angebaut. Mittlerweile gibt es aber Sorten, die sich auch für den Anbau in nördlicheren Regionen eignen. Sie gedeiht auf leicht erwärmbaren Böden mit kontinuierlich hoher Wasserversorgung. Stein- und Unkrautfreiheit sind eine wichtige Voraussetzung.
Die Sojabohne hat von allen Körnerleguminosen den höchsten Eiweißgehalt (ca. 40 % in der Trockensubstanz) und auch die höchste Eiweißwertigkeit. Deshalb ist sie ein wichtiger Baustein in der Tierfütterung. Bisher wird Soja u. a. aus Nord- und Südamerika importiert. Der Wunsch der Verbraucher nach Regionalität und nach Freiheit von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sowie das Bestreben der Landwirtschaftsbetriebe nach Unabhängigkeit vom Weltmarkt führten dazu, dass auch in Thüringen Sojabohnen angebaut werden.
Seit 2009 werden sie hier auf kleiner Fläche, aber in den letzten Jahren mit leicht steigendem Trend gezielt produziert. 2013 liegt der Anbauumfang bei ca. 300 ha. Auf geeigneten Standorten und mit einer empfohlenen Sorte liegt das Ertragsniveau bei ca. 25 dt/ha.

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Dr. Uwe Jentsch
Tel: 0361 55068 117
Email: uwe.jentsch{at}tll.thueringen{punkt}de

[Stand: 19.02.2018]

 

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