Körnerleguminosen

Ackerbohne

Ackerbohne

Ackerbohnen (Vicia faba) stehen in Thüringen auf ca. 1900 ha (Mittelwert der Jahre 2007 bis 2012) Die Erträge lagen im gleichen Zeitraum bei ca. 33 dt/ha.
Ackerbohnen gedeihen auf mittleren bis schweren Böden und stellen hohe Ansprü-che an eine kontinuierliche Wasserversorgung. Begrenzend auf den Einsatz in der Fütterung von Geflügel oder Schweinen wirkt der Tanningehalt. Ertragsstarke, tanninarme Sorten stehen derzeit nicht zur Verfügung, sodass der Einsatz von Ackerbohnen vorrangig in der Wiederkäuerfütterung erfolgt.
Ackerbohnen haben als Körnerleguminosen einen hohen Vorfruchtwert. Sie hinterlassen an den Ernterückständen einen Teil des während der Vegetation aus der Luft gebundenen Stickstoffs, unterbrechen Infektionszyklen bodenbürtiger Krankheitserreger in engen Getreidefruchtfolgen und fördern Bodengare und Krümelstruktur.
Die Anbaufläche ist trotz der bekannten Vorteile in den letzten Jahren stark rückläufig wegen fehlender ökonomischer Konkurrenzfähigkeit gegenüber z. B. Winterweizen und Winterraps.

 

Körnerfuttererbse

Körnerfuttererbse

Mit ca. 8400 ha (2007 bis 2012) nehmen die Körnerfuttererbsen (Pisum sativum) in Thüringen knapp 80 % der Körnerleguminosenfläche ein. Die Erträge lagen im gleichen Zeitraum bei ca. 31 dt/ha.
Erbsen stellen geringe Anforderungen an den Standort, wichtig aber sind Unkraut- und Steinfreiheit. So wie alle Körnerleguminosen ist die Erbse geeignet, enge Getreidefruchtfolgen aufzulockern und damit Infektionszyklen bodenbürtiger Krankheitserreger zu unterbrechen. Auch sie hinterlässt an Ernterückständen einen Teil des während der Vegetation aus der Luft gebundenen Stickstoffs für die Nachfrucht. Sie fördern die Bodengare, die Krümelstruktur und den Aufbau stabiler Humusformen. Die Anbaufläche ist trotz der bekannten Vorteile in den letzten Jahren stark rückläufig wegen fehlender ökonomischer Konkurrenzfähigkeit gegenüber z. B. Winterweizen und Winterraps. Zu empfehlen ist der Anbau in Betrieben mit eigener Futterherstellung.

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Lupinen

Lupine

Die derzeit in Thüringen auf ca. 400 ha (2007 bis 2012) angebauten Lupinensorten gehören zu den Blauen Lupinen (Lupinus angustifolius). Lupinen gedeihen auf leichten Standorten mit pH- Werten unter 6,5 und ausreichender Wasserversorgung. Sie stellen eine sehr gute Vorfrucht dar, da sie Reste des aus der Luft gebundenen Stickstoffs zurücklassen, eine lange Pfahlwurzel ausbilden (Verbesserung der Bodenstruktur) und weil sie mit Hilfe der Proteoidwurzeln gebundenes Phosphat aufschließen, das der Nachfrucht zur Verfügung steht.
Die Erträge der Lupinen schwanken jahresabhängig stark. Im Mittel der Jahre 2007 bis 2012 lagen sie bei ca. 23 dt/ha. Zu empfehlen ist der Anbau in Betrieben mit eigener Futterherstellung, da sich Lupinen besonders für die Milchviehfütterung eignen.
Zudem bestehen Bestrebungen, Lupinen stärker als bisher für die Humanernährung zu verwenden.

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Sojabohne

Sojabohne

Die Wärme liebende Sojabohne (Glycine max.) wird in Deutschland vorrangig im Süden, also in Bayern und Baden Württemberg angebaut. Mittlerweile gibt es aber Sorten, die sich auch für den Anbau in nördlicheren Regionen eignen. Sie gedeiht auf leicht erwärmbaren Böden mit kontinuierlich hoher Wasserversorgung. Stein- und Unkrautfreiheit sind eine wichtige Voraussetzung.
Die Sojabohne hat von allen Körnerleguminosen den höchsten Eiweißgehalt (ca. 40 % in der Trockensubstanz) und auch die höchste Eiweißwertigkeit. Deshalb ist sie ein wichtiger Baustein in der Tierfütterung. Bisher wird Soja u. a. aus Nord- und Südamerika importiert. Der Wunsch der Verbraucher nach Regionalität und nach Freiheit von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sowie das Bestreben der Landwirtschaftsbetriebe nach Unabhängigkeit vom Weltmarkt führten dazu, dass auch in Thüringen Sojabohnen angebaut werden.
Seit 2009 werden sie hier auf kleiner Fläche, aber mit steigendem Trend gezielt produziert. 2013 liegt der Anbauumfang bei ca. 300 ha. Auf geeigneten Standorten und mit einer empfohlenen Sorte liegt das Ertragsniveau bei ca. 25 dt/ha.

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Weiterführende Informationen zu Leguminosen finden Sie im Agrarinformationssystem (AINFO) der TLL:

Leitlinie/Versuchsberichte/Sortenratgeber


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