05.12.2012 09:20 Uhr

Die Autocheckliste

Winterreifen aufziehen

Seit 2010 darf bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte nur mit Winterreifen, Allwetter- bzw. Ganzjahresreifen gefahren werden, die typischerweise eine M+S-Kennzeichnung und/oder eine entsprechende Kennzeichnung mit dem Bergpiktogramm/ Schneeflocke tragen. Man sollte die Winterreifen von Oktober bis Ostern fahren.
Schon bei Temperaturen um plus 5° Grad beginnt die Gummimischung von Sommerreifen hart zu werden und an Haftung zu verlieren. Außerdem ist laut Straßenverkehrsordnung die Ausrüstung des Fahrzeuges an die Wetterverhältnisse anzupassen.
Achtung: Wer nur mit Sommerreifen fährt, verliert im Schadensfall seinen Versicherungsschutz und bringt sich und andere in Gefahr.

Schneeketten bereit halten

Schneeketten sind in bergigen Gebieten bei winterlichen Straßenverhältnissen erforderlich, was dort auch durch Verkehrsschilder angezeigt wird. Die Höchstgeschwindigkeit mit Schneeketten beträgt 50 km/h. Beim Kauf der Schneeketten ist es wichtig, auf Qualität zu achten. Sie sollten einfach in der Handhabung sein, langlebig und absolute Griffigkeit in allen Situationen aufweisen.

Reifendruck prüfen

Der vom Fahrzeughersteller vorgeschriebene Reifenluftdruck sollte eingehalten werden und alle vier Wochen überprüft werden. Tankstellen haben tragbare Reifendruckmessgeräte, mit denen sich der Reifendruck optimal einstellen lässt.

Batterie prüfen

Die Autobatterie ist die Hauptpannenursache im Winter. Wer feststellt, dass sich das Fahrzeug nur langsam starten lässt, sollte umgehend eine Werkstatt aufsuchen. Auch auf die Lichtmaschine sollte ein Augenmerk gelegt werden. Obwohl moderne Batterien größtenteils wartungsarm sind, sollten sie auf Extrembelastungen im Winter vorbereitet werden. Es empfiehlt sich, die Pole mit einem Tuch zu reinigen und den Säurestand von einem Fachmann überprüfen zu lassen. Ältere Batterien sollte man überprüfen lassen und mit einer Thermo-Verpackung vor der Kälte schützen. Nach fünf Jahren ist es meistens Zeit für eine neue Batterie.

Starterkabel dabei haben

Ein Starthilfekabel kann mitunter Retter in der Not für einen selbst, aber auch für Andere sein. Empfehlenswert ist nach dem Kauf das Lesen der Bedienungsanleitung, so dass man im Ernstfall sofort weiß, was zu tun ist: Vergewissern Sie sich vor dem Überbrücken, dass die Nennspannungen der Batterien gleich sind (zumeist 12 Volt), die Fahrzeuge einander nicht berühren und die Zündung und alle Stromverbraucher (Beleuchtung, Radio) beider Fahrzeuge abgeschaltet sind. Erst die Pluspole verbinden, dann den Minuspol der Spenderbatterie an der Masse des Empfängerfahrzeug anschließen. Sobald dies geschehen ist, kann der Motor des Hilfsfahrzeuges angelassen und beim Pannenfahrzeug ein Startversuch unternommen werden. Ist dieser erfolgreich, so müssen die Kabel in umgekehrter Reihenfolge wieder abgenommen werden.

Lichtcheck durchführen

Bei einem täglichen Rundgang um das Fahrzeug kann schnell festgestellt werden, ob die Beleuchtungseinrichtung funktioniert. Insbesondere die Scheinwerfereinstellung sollte fachmännisch von einer Werkstatt überprüft werden. Lassen Sie deshalb sämtliche Leuchten überprüfen: Stand-, Abblend-, Fern-, Brems- und Rücklicht, ebenso die Nebelschlussleuchte. Wichtig ist sich eine regelmäßige Reinigung der Scheinwerfer: Bereits nach einer halben Stunde Fahrt auf verunreinigter Straße verschmutzt der Autoscheinwerfer um mehr als 60 Prozent und schluckt so das Licht. Deshalb: Neben dem Enteisen der Scheiben ist auch ein Säubern der Außenspiegel, Blinker und sonstigen Lichter wichtig.

Frostschutzmittel in Wischeranlage auffüllen

Um den Durchblick zu behalten, sollte man der Scheibenwaschanlage Frostschutzmittel zuführen, das bis mindestens minus 25 Grad Celsius schützt. Nach dem Einfüllen die Anlage betätigen, damit die kältefeste Mischung sofort in alle Zuleitungen gelangt. Und: Sind die Scheibenwischer, insbesondere die Wischblätter, in Ordnung? Funktionieren die Sprühdüsen einwandfrei, damit bei Schmierfilm auf der Scheibe die klare Sicht schnell wiederhergestellt werden kann? Der Flüssigkeitsstand sollte regelmäßig, vor allem bei Vielfahrern, kontrolliert werden.

Frostschutz im Kühlwasser prüfen

Insbesondere vor dem Wintereinbruch sollte man die Bremsanlage und die Bremsflüssigkeit von einer Werkstatt überprüfen lassen. Wichtig ist ebenso die Überprüfung der Kühlanlage. Friert der Kühler ein, ist der Kollaps programmiert. Schnell kann durch eingefrorenes Kühlwasser ein immenser Schaden entstehen, denn nicht nur der Kühler kann zerstört werden, sondern auch Wasserpumpe, Thermostat und Kühlschläuche. Ein Schutz bis mindestens -25° Celsius sollte sichergestellt sein. Ist darüber hinaus der Kühlwasserstand unter die Minimum-Markierung abgesunken, sollte man in einer Werkstatt die Ursache feststellen lassen.

Scheibenwischerblätter

Die Wischerblätter sollten gesondert gereinigt werden und keinen Schmierfilm auf der Scheibe hinterlassen. Zugleich ist es eine gute Maßnahme die Scheibenwischer abends abzuklappen, da ansonsten die feinen Gummikanten am nächsten Morgen über die vereiste Scheibe kratzen und somit beschädigt werden können. Der darauffolgende „Schliereneffekt“ ist insbesondere bei Dunkelheit ein Sicherheitsrisiko.

Autoscheiben

Die Autoscheiben sollten insbesondere in der dunklen Jahreszeit vom Schmutzfilm der letzten Monate befreit werden - sowohl innen als auch außen. Dies kann verbunden werden mit einer Überprüfung der Heizungs- und Lüftungssysteme. Auch die Beleuchtungseinrichtung und die Außenspiegel sind öfter zu säubern, bei Bedarf mehrmals täglich.

Eiskratzer und Schneebesen

Auch wenn kein Schnee gefallen ist, muss man bei Tiefsttemperaturen Eis kratzen. Ein Eiskratzer im Handschuhfach oder in der Jackentasche ist daher unerlässlich. Aus diesem Grund sollte zeitnah ein stabiler Eiskratzer mit einer glatten Kante gegen Eis und Reif, einer Sägezahnkante gegen dickere Eisschichten und einer Gummikante für nasse Scheiben erworben werden. Falls die Schneemengen zunehmen, sind auch Schaufel und Schneebesen wertvolle Helfer. Hierbei sollte nicht nur der Schnee von Beleuchtungseinrichtung und Motorhaube, sondern auch vom Fahrzeugdach entfernt werden. Dafür ist insbesondere der nachfolgende Verkehr dankbar.

Handschuhe

Mit einem warmen Paar Handschuhe wird nicht nur das Enteisen der Scheibe und Fahrzeugbeleuchtung erträglicher, sondern man vermeidet unter Umständen auch ein unangenehmes Festkleben der Finger am Lenkrad.

Türdichtungen schützen, Enteisungsspray besorgen

Durch die Kälte können Gummis bei Türschlössern und -dichtungen schnell spröde werden und brechen. Ein Fettstift kann vor dieser Gefahr schützen. Damit sich kein Wasser im Schloss ansammelt hilft ein wenig Grafit. Ein Enteisungsspray sollte parat sein. Natürlich nicht im Auto Es gehört in die Jackentasche. Denn was könnte ärgerlicher sein: Die Türschlösser sind über Nacht zugefroren und der extra gekaufte Enteiser liegt im Handschuhfach.

Warnweste und Pannendreieck bereit halten

In Deutschland ist das Mitführen von Warnwesten im Gegensatz zu vielen Nachbarländern noch keine Pflicht, aber dennoch immer häufiger im Straßenbild zu sehen. Warnwesten tragen dazu bei, dass man vor allem bei Dunkelheit besser gesehen wird und dadurch besser geschützt ist.

Auf keinen Fall vergessen: Warnweste beim Verlassen des Autos unbedingt überziehen, damit man von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen wird.
Im Falle einer Panne sollte man, auch im Winter, nicht im Fahrzeug auf Hilfe warten, sondern in ausreichender Entfernung möglichst hinter der Leitplanke. Auch eine Taschenlampe sollte in keinem Fahrzeug fehlen.

Decken

Warme Decken im Kofferraum haben schon so manchem Autofahrer gute Dienste geleistet, wenn er plötzlich stundenlang auf einer gesperrten Autobahn in der Kälte ausharren musste. In diesem Zusammenhang erscheint es ebenso wichtig, mit genügend Kraftstoff unterwegs zu sein.

Fußraum

Oftmals unterschätzt: Man setzt sich mit Schnee an den Schuhen in das Fahrzeug, woraufhin dieser schmilzt. Über Nacht gefrieren die Fußmatten dann zu Eisschollen. Um die Wassermenge zu reduzieren, sollten daher Gummimatten in den Fußraum gelegt werden, in denen sich das Wasser sammelt. Die Matten können dann ausgeschüttet oder zum Auftauen aus dem Auto genommen werden. Sammeln sich erst einmal Schnee bzw. Feuchtigkeit im Fahrzeug, so ist meist auch eine innen gefrorene Scheibe die Folge.

Verbandskasten checken

Ein letzter Blick sollte dem Verbandskasten gelten, der so wie das Pannendreieck unbedingt mitzuführen ist: Ist alles vollständig vorhanden? Hat nichts unter den sommerlichen Temperaturen im Auto gelitten? Wenn der Inhalt in Ordnung ist, und der Verbandskasten griffbereit im Auto deponiert ist, kann er Leben retten.

Standheizung

Wer es im Wageninnern nach dem Einsteigen gern warm hat, sollte über die Anschaffung einer Standheizung nachdenken.