Wasserversorgung

Die Versorgung mit Trinkwasser ist eines der wasserwirtschaftlichen Teilgebiete, das jeden Einwohner Thüringens unmittelbar betrifft. Die öffentliche Wasserversorgung ist ein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge. Diese Vorsorge setzt Kenntnisse über den gegenwärtigen und zukünftigen Wasserbedarf voraus.
 
Brunnengalerie Bielen
Brunnengalerie Bielen, Foto: TMLFUN

Die Gemeinden können ihre Versorgungspflicht in unterschiedlicher Weise erfüllen: Einige, vor allem kleinere, Kommunen betreiben die Wasserversorgung selbst, andere haben sich zu Zweckverbänden zusammengeschlossen und wieder andere haben mit der Aufgabe kommunale Unternehmen betraut. In Einzelfällen sind auch private Unternehmen mit der Betriebsführung der öffentlichen Wasserversorgung beauftragt. In diesen unterschiedlichen Formen existieren in Thüringen etwa 90 Wasserversorger (Stand Juli 2009). Die Anzahl ist durch immer wieder vollzogene Umstrukturierungen geringen Schwankungen unterworfen. In Notfall- oder Krisensituationen geht die Verantwortung für die Notwasserversorgung auf andere Behörden über.

Etwa zwei Drittel des Thüringer Trinkwassers werden ortsnah aus Grundwasservorkommen gewonnen, vereinzelt auch aus Quellen gefasst. Ein Drittel des Rohwassers wird in den niederschlagsreichen Mittelgebirgsregionen aus Oberflächenwasser in Talsperren gespeichert, aufbereitet und über zwei Fernwasserversorger an die örtlichen Versorgungsträger abgegeben. Zum Schutz derjenigen Wasservorkommen, die zu Trinkwasser aufbereitet werden sollen, ist es erforderlich, in der Nähe von Wasserversorgungsanlagen bestimmte Handlungen zu untersagen.
 
Quelle Creuzburg Ziegelei
Quellfassung Creuzburg Ziegelei, Foto: TAVEE

Der Wasserverbrauch der Einwohner hat sich seit 1990 drastisch reduziert. Damals lag der durchschnittliche Verbrauch noch bei 150 bis 200 Liter pro Einwohner und Tag, in manchen Gebieten sogar bei über 300 Liter. Heute (Stand Juli 2009) sind es im Durchschnitt 90 Liter, die umgerechnet einen Pro-Kopf-Verbrauch von 33 Kubikmeter im Jahr ausmachen und damit deutlich unter dem deutschen Mittelwert von 50 Kubikmeter pro Jahr liegen. 

Wasserversorgungsanlagen müssen auf den maximal möglichen Bedarfsfall, wie z.B. die Spitzenverbrauchsstunde bei hochsommerlichen Temperaturen oder einen Feuerwehreinsatz, ausgelegt sein. Die dafür vorgehaltene Infrastruktur verursacht etwa 80 Prozent der Kosten der Wasserversorgung, unabhängig davon, ob der Maximalfall eintritt oder langjährig nur eine sparsame Trinkwassernutzung erfolgt.

Die Kostenstruktur ist deswegen in der Regel in einen Grundpreis und einen Mengenpreis geteilt, wobei der Grundpreis einen Teil der Fixkosten absichern und der Mengenpreis einen Anreiz zum sorgsamen Umgang mit der Ressource Trinkwasser geben soll. Im Durchschnitt gibt jeder Thüringer pro Tag 23 Eurocent (Stand 2009) für das in hoher Qualität und stets in ausreichender Menge frei Haus gelieferte Lebensmittel aus.

Trinkwasserqualität

Trinkwasserschutzgebiete

Benchmarking und Wasserpreise

Fernwasserversorgung

Notfallvorsorge

Dritte Prognose zur Trinkwasserbilanz des Freistaates Thüringen

Wegweiser

Aktionen

Thueringen Monitor Klein www.bildungsfreistellung.de Kampagne Wegweiser Wir sind Energie-Gewinner.

Beliebte Seiten

Serviceportal – Bürger

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Unternehmen

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Weitere

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Servicebereich

Publikationen