Abwasserentsorgung

Täglich verbrauchen wir Wasser - überwiegend kostbares Trinkwasser - zum Duschen, Wäsche waschen, zum Trinken, Kochen, für die Haushaltsreinigung, für die Toilettenspülung oder im Garten. Jeder Einwohner Thüringens verbraucht im Mittel 33 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr. Ebenso wird Wasser für die Herstellung vieler Produkte, die wir kaufen, verwendet.

Das Wasser fällt nach der Nutzung, mehr oder weniger stark verschmutzt, als Abwasser an. Zusammen mit Gewerbe und Industrie produzieren wir jährlich so etwa 90 Milliarden Liter Abwasser allein in Thüringen. Diese gewaltige Menge will gereinigt sein, bevor sie dem natürlichen Wasserkreislauf ohne Bedenken zurückgegeben werden kann.

 

Kläranlage Auma
Kläranlage Auma mit einer Ausbaugröße für 3.100 Einwohnerwerte, Foto: TLUG
Unser Abwasser ist heute unter anderem belastet durch:
  • Nährstoffe und organische Inhaltsstoffe
    (aus Urin und Fäkalien, Speiseresten)
  • Wasch- und Reinigungsmittel
  • Medikamente (z. B. Antibiotika, Hormone, Schmerzmittel)
  • Schwermetalle (z. B. von Blei- und Kupferrohrleitungen, von Dachrinnen und unbeschichteten Metalldächern, aus Straßenoberflächenwasser)
  • chlorierte Substanzen (z. B. im Abwasser von Chemischreinigungen)
  • Mineralöle und Fette (z. B. Abwasser der Kfz-Betriebe, Gaststätten, Fleischverarbeitung)
Dieses Gemisch von Wasser und den vielfältigsten Schadstoffen bedarf einer sachgerechten Behandlung in leistungsfähigen Kläranlagen. Für diese Dienstleistung tragen die Verursacher die Kosten.
 
Was gehört zum Abwasser?
 
Abwasser ist
  1. das durch häuslichen, gewerblichen, landwirtschaftlichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte Wasser und das bei Trockenwetter damit zusammen abfließende Wasser (Schmutzwasser) sowie
  2. das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen gesammelt abfließende Wasser (Niederschlagswasser).
Kläranlage Nordhausen
Kläranlage Nordhausen mit einer Ausbaugröße für 100.000 Einwohnerwerte, Foto: TLUG

Welche Aufgaben hat die Abwasserentsorgung?

Die Abwasserentsorgung hat die wesentliche Aufgabe, Abwasser vor dessen Einleitung in ein Gewässer zu behandeln. Dabei müssen rechtliche Anforderungen berücksichtigt werden, die insbe­sondere in den Richtlinien der EU und der Abwasserverord­nung des Bundes vor­gegeben sind. Die Abwasserverordnung des Bundes enthält dabei lediglich Min­dest­an­­for­de­run­gen. Sollten diese für die Erreichung eines guten Zustandes in den Gewässern nicht ausrei­chen, sind durch die Wasserbehörde weitergehende Anforderungen an die Qualität des eingeleiteten Abwas­sers zu stellen.
Neben dem Gewässerschutz hat die Abwasserentsorgung auch die Aufgabe, dass in Siedlungs­ge­bieten anfallende Abwasser in Kanalisationen schadlos abzuleiten. Die schadlose Ableitung und Behandlung des Abwassers dient auch der Gesunderhaltung der Bürger. Durch Abwasser verursachte Krank­hei­ten (Cholera etc.) gehören damit in modernen Siedlungsgebieten Mittel­eu­ropas weitestgehend der Vergangenheit an.
 
Wer ist verantwortlich?

In Thüringen sind die Abwasserverbände bzw. die eigenentsorgenden Gemeinden eigenver­ant­wort­­lich zur ordnungsgemäßen Besei­tigung des Abwassers verpflichtet. Die Wasserwirt­schafts­­verwal­tung unterstützt sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.

 

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