Solar Invest: Mit der Sonne gewinnen!

Die Sonnenenergie ist ein klimafreundlicher und vielseitig einsetzbarer Energieträger. Von der Strom- und Wärmeversorgung bis hin zum Verkehr lässt sich die Kraft der Sonne sinnvoll einsetzen und in Kombination mit Energiespeichern effektiv nutzen. Mit dem Förderprogramm „Solar Invest“ unterstützt das Thüringer Umweltministerium den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und den Einsatz der Solarenergie in den Jahren 2016 und 2017 mit rund 3,4 Millionen Euro. Durch Mieterstrommodelle können erstmals auch Thüringens Mieterinnen und Mieter von der Energiewende profitieren.

Solar Invest
© anweber / Fotolia.com

Mit dem neuen Förderprogramm „Solar Invest“ reagiert Thüringen auf die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017 geänderten Rahmenbedingungen der Energiewende. Der Ausbau der Photovoltaik hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verlangsamt. Das neue Förderprogramm soll neue Impulse für den Klimaschutz und die Nutzung der Sonnenenergie in Thüringen geben. Dadurch werden wichtige lokale Akteure der Energiewende wie Kommunen und kommunale Unternehmen, die Thüringer Wohnungswirtschaft, Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Bürgerenergiegenossenschaften unterstützt. Durch Mieterstrommodelle können erstmals auch Mieterinnen und Mieter von den Kostenvorteilen erneuerbarer Energien profitieren.

Förderung von Eigenverbrauch und Mieterstrommodellen

Mit bis zu 25 Prozent (für Bürgerenergiegenossenschaften: bis zu 40 % für die  PV-Anlage und bis zu 50 % für PV- Anlage und Speicher) der Gesamtkosten werden mit „Solar Invest“ Neuinvestitionen in Photovoltaikanlagen gefördert. Voraussetzung ist, dass der erzeugte Strom der Eigen- oder Direktversorgung dient und nicht in ein öffentliches Netz eingeleitet wird. Mit dem gleichen Fördersatz sind Neuinvestitionen, Ersatzinvestitionen in oder die Erweiterung von Stromspeichern und Wärmespeichern (Warmwasser-, Kältespeicher, Power to heat-Anlagen) förderfähig. Investitionen in vorhandene Photovoltaikanlagen mit stationären Energiespeichersystemen, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen, werden ebenfalls mit bis zu 25 Prozent (für Bürgerenergiegenossenschaften: bis zu 40 %) gefördert.

Insbesondere Mieterinnen und Mieter von Wohn- oder Gewerbegebäuden waren bislang von den positiven Effekten der Energiewende ausgeschlossen. Deshalb werden mit „Solar Invest“ erstmals Investitionen sowie Beratungsleistungen und Machbarkeitsstudien zur Realisierung von innovativen Mieterstrommodellen mit bis zu 80 Prozent gefördert.

Die generelle Ausschreibungspflicht des EEG 2017 hebt die Hürden insbesondere für kleine Akteure der Energiewende wie Bürgerenergiegenossenschaften. Bürgerenergiegenossenschaften, die an Ausschreibungen nach dem EEG 2017 teilnehmen wollen, profitieren durch Beratungsleistungen und Machbarkeitsstudien (auch Rechtsberatung) durch das neue Förderprogramm.

Die Antragstellung erfolgt über die Thüringer Aufbaubank. Der maximal mögliche Zuschuss je Vorhaben beträgt 100.000 Euro.

Weitere Informationen

Solar Invest: Mit der Sonne gewinnen!
Förderung von Photovoltaikanlagen, Energiespeichersystemen, Mieterstrommodellen und Beratungsleistungen zu Ausschreibungen nach EEG 2017

Förderrichtlinie "Solar Invest"
Richtlinie des Freistaates Thüringen zur Förderung des Eigenstromverbrauchs „Solar Invest“ vom 18. Oktober 2016

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