Thüringer Umweltpreis 2015

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Thüringer Umweltpreis 2015 verliehen

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat am 2. November 2015 im Erfurter Naturkundemuseum den Thüringer Umweltpreis 2015 verliehen. Für den Umweltpreises 2015 gab es insgesamt 29 Bewerbungen von Unternehmen, Vereinen und Verbänden, Bürgerinitiativen, Kommunen sowie Einzelpersonen Projekte. Die Bandbreite reichte von Ressourcenschutzprojekten in Kindertagesstätten und Unternehmen aller Größenordnungen über Arten- und Sortenschutzbemühungen im Agrarbetrieb und an Weinbergen bis zum vielfältigen Umweltengagement in örtlichen Vereinen.

Die Preisträger 2015

Den ersten Preis, verbunden mit einer Prämie von 5000 Euro, erhielt das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThINK) für die Entwicklung eines klimaangepassten Stadtbaumprojektes in Jena. Zwei zweite Preise mit je 2500 Euro gingen an den evangelischen Kindergarten „Elisabeth von Thüringen“ in Mühlhausen für das „Repair-Cafe“ Projekt „Elisabeth repariert“ sowie an das Südthüringer Heizungsbauunter-nehmen Roland Schad in Marisfeld für die innovative Nutzungsoptimierung und Energieeinsparung an Biogasanlagen.

Umweltministerin Anja Siegesmund mit den Preisträgern des Umweltpreises 2015
Umweltministerin Anja Siegesmund mit den Preisträgern und Laudatoren des Thüringer Umweltpreises 2015.
Think Jena
Umweltministerin Anja Siegesmund mit den Gewinnern des Hauptpreises, Daniel Knopf (Mitte) und Osama Mustafa vom Institut ThINK aus Jena.

 

1. Preis: Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz GmbH (ThINK)

Das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz GmbH (ThINK) in Jena überzeugte die Jury mit dem Projekt „Stadt- und Straßenbäume im Klimawandel“, ein Stadtbaumkonzept für die Stadt Jena. Für ein nachhaltiges und  dem Klimawandel angepasstes Stadtgrün wurden die Auswirkungen des Klimawandels in das Zentrum der Betrachtung gerückt. Aufbauend auf einer umfassenden Analyse der zukünftigen Klima- und Umweltfaktoren wird für verschiedene städtische Standortsituationen eine Auswahl von Baumarten ausgewiesen, die am besten an diese bevorstehenden klimatischen Bedingungen angepasst sind. Dabei werden neben bewährten Baumarten auch neue zukunftstaugliche Sorten vorgeschlagen. Neben den klimatischen Bedingungen wurden auch gestalterische Aspekte sowie die Belange von Naturschutz und Denkmalpflege berücksichtigt.

Osama Mustafa, Geschäftsführer von ThINK: „Der Wert unserer Stadt- und Straßenbäume ist unschätzbar. Damit sie auch künftig ihre zahlreichen Funktionen uneingeschränkt erfüllen können, sollten sich die Arten- bzw. Standortwahl an den kommenden klimatischen Verhältnissen orientieren.“

 

2. Plätze: Evangelischer Kindergarten „Elisabeth von Thüringen“ und Firma Roland Schad

Die beiden zweiten Plätze des Thüringer Umweltpreises 2015 teilen sich die Firma Roland Schad – Heizung Sanitär in Marisfeld (Landkreis Hildburghausen) mit der Nutzungsoptimierung und Energieeinsparung an Biogasanlagen sowie der Evangelische Kindergarten „Elisabeth von Thüringen“ in Mühlhausen mit dem Projekt „Elisabeth repariert – Nachhaltigkeit ganz praktisch“, in dem Kinder zusammen mit engagierten Erzieher/innen, Eltern, Großeltern und anderen Freiwilligen gemeinsam kaputten Dingen neues Leben einhauchen.

Den Kindergarten „Elisabeth von Thüringen“ in Mühlhausen besuchen 61 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt. Im September 2014 wurde in einem Nebengebäude auf dem Gelände des Kindergartens eine Werkstatt eingerichtet. Die Kinder erlernen darin den sicheren Umgang mit Werkzeug und die Arbeit mit verschiedenen Werkstoffen, darunter auch Dinge, die sonst im Müll gelandet wären. Zu der Eröffnung der Werkstatt wurde ein Repaircafé veranstaltet. Die von den Kindern mitgebrachten kaputten Sachen wurden vor ihren Augen repariert oder umfunktioniert. Dadurch wurde ein ressourcenschonender und nachhaltiger Umgang mit den Materialien sowie deren Wertschätzung vermittelt.

Ursula Rautenberg, Leiterin der Kindertagesstätte: „Dank der großen Unterstützung, die wir bei der Vorbereitung von allen Seiten erfahren haben, ist das Repaircafé ein großer Erfolg geworden. Die Kinder haben verstanden, dass es sich lohnt, defekte Spielsachen und andere Gegenstände zu reparieren, anstatt sie wegzuwerfen. Die Organisation des Repaircafés macht sehr viel Arbeit, aber sie lohnt sich.“

Die Firma von Roland Schad erstellt Optimierungskonzepte für Biogasanlagen und führt die Umbaumaßnahmen häufig selbst durch. Dadurch können die Energiekosten der Anlagen deutlich gesenkt werden. Die Firma Schad berät Betreiber von Biogasanlagen, um die Nutzung der Anlagen zu optimieren und Energie einzusparen. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem drei Aspekte: die Nutzung der Abwärme sowie der Austausch und die Reduzierung der herkömmlichen Pumpen durch elektronische.

Unternehmensgründer Roland Schad: „Ich habe es schon immer als Energieverschwendung empfunden, wenn die Abwärme von Biogasanlagen nicht oder nicht vollständig genutzt wird und sie stattdessen mit zusätzlichem Energieaufwand heruntergekühlt werden muss. Für mich stand schnell fest: Das muss ich ändern.“

 

Kontakt

 

Bei Fragen zum THÜRINGER UMWELTPREIS 2015 wenden Sie sich bitte an:

Horst Michel
Referat „Umweltpolitik“
Telefon: 0361 3799-181
Telefax: 0361 3799-898
E-Mail: umweltpreis{at}tmuen.thueringen{punkt}de

Thüringer Ministerium für Umwelt,
Energie und Naturschutz
Beethovenstraße 3
99096 Erfurt

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