09.01.2017
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Siegesmund: Einheitliche Strom-Netzentgelte längst überfällig

Wortbruch der Bundesregierung belastet Thüringens Wirtschaft und Verbraucher/-innen

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat die Bundesregierung erneut dazu aufgefordert, für eine gerechte Kostenverteilung der Netzentgelte auf Übertragungsnetzebene zu sorgen. Laut Medienberichten soll das geplante „Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur“ entgegen den Versprechen der Bundesregierung keine Regelungen für einheitliche Netzentgelte enthalten. „Die Bundesregierung hat sich mehrfach zu einheitlichen Netzentgelten bekannt. Es ist längst an der Zeit, die Verbraucher/-innen und Thüringens Wirtschaft durch einheitliche Netzentgelte zu entlasten. Alles andere wäre Wortbruch. Eine weitere Verzögerung ist nicht hinnehmbar“, so die Energieministerin. Noch im November hatte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer,  in Weimar auf der Erneuerbaren-Energien-Konferenz die Angleichung der Netzentgelte für die laufende Legislatur der Bundesregierung zugesichert. Studien zufolge würden 12 von 16 Bundesländern von einheitlichen Netzentgelten profitieren.

„Die Energiewende braucht einen solidarischen Lastenausgleich. So müssen auch die Kosten für den Ausbau der Stromnetze gleichmäßig auf alle Bürger und Unternehmen in Deutschland umgelegt werden, sagte die Ministerin heute in Erfurt. „Es kann nicht sein, dass die Länder mit dem stärksten Ausbau erneuerbarer Energien durch höhere Netzkosten bestraft und die anderen Länder durch günstigeren Strom bevorteilt werden.“

 

Hintergrund

Die Netzentgelte in Ostdeutschland sind schon heute teilweise mehr als doppelt so hoch wie im Westen Deutschlands, weil  die Netzbetreiber die Investitionskosten für den Bau von neuen Stromleitungen auf die Verbraucher in ihrem Versorgungsgebiet umlegen. Das führt dazu, dass in Regionen wie Thüringen, wo der Strom über neue Leitungen durchgeleitet wird, hohe Netzentgelte zu zahlen sind. Ein bundesweit einheitlicher Umlagemechanismus existiert bisher nicht.

Ein Überblick über die Netzentgelte unter.. http://www.50hertz.com/de/Medien/News/Details/newsId/17380/title/Kosten-der-Energiewende-fair-verteilen-Bundesweit-einheitliches-Netzentgelt-im-Uebertragungsnetz-noetig

 

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