05.12.2016
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Gartenboden ist Boden des Jahres 2017

Siegesmund: kein gesundes Leben ohne gesunde Böden

Der Boden des Jahres 2017 ist der Gartenboden. Das teilte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund heute anlässlich der Festveranstaltung zum Weltbodentag 2016 in Berlin mit. Thüringen hat die Schirmherrschaft für den Boden des Jahres 2017 übernommen.

„Gesunde Böden sind Voraussetzung für gesunde Lebensmittel und gesundes Trinkwasser. Außerdem speichern Böden weltweit zehnmal mehr Kohlenstoff als Wälder und fünfmal mehr als die Atmosphäre. Deshalb spielen Böden im Klimageschehen eine wichtige Rolle“, sagte Siegesmund heute in Berlin.

Der Weltbodentag am 5. Dezember setzt ein besonderes Zeichen für den Erhalt der natürlichen Ressource. „Unsere Böden sind nicht nur Bauland, sondern wertvolle Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Böden beinhalten einen immensen Genpool und haben eine große Bedeutung für die biologische Vielfalt“, so Siegesmund weiter.

Die Ressource Boden ist endlich und anfällig für Belastungen durch die Zivilisation. Schadstoffe, Erosion, Verdichtung und Versieglung können die natürlichen Bodenfunktionen beeinträchtigen oder gänzlich zerstören.

Im Jahr 2017 steht der Gartenboden im Rampenlicht, der wie kein anderer vielen Menschen unmittelbar vermittelt, was den Wert dieser natürlichen Ressource tatsächlich ausmacht. Gärten mit ihren Böden können wunderbare Entspannungs-, Spiel- und Lernorte sein. Hier kann man durch eigenes Handeln, Gestalten und Beobachten vielfältige Naturerfahrungen sammeln. „In dem persönlichen Bemühen den Boden zu erhalten, zu schützen und seine Fruchtbarkeit zu steigern, liegt ein wichtiger Schlüssel, ein Bewusstsein für den eigentlichen Wert unserer Böden zu schaffen“, sagte die Ministerin.

Thüringen ist das Bundesland, in dem Gärten eine besondere Rolle spielen: Vor rund 300 Jahren begründete Christian Reichart in Erfurt den erwerbsmäßigen Gartenbau und damit eine lange tiefverwurzelte Gartenbautradition.

 

Hintergrund:

Weltweit nimmt der Nutzungsdruck auf Böden zu, vor allem durch nicht nachhaltiges Konsumverhalten in den Industrie- und Schwellenländern. Falsche Landnutzungspraktiken und der Missbrauch kostbarer Böden als Spekulationsobjekte haben verheerende Folgen. Bodenverdichtung, Versauerung und Versiegelung, aber auch Bodenabtrag und Erosion sind die Folgen. Schon 45 % der Böden in Europa zeigen Qualitätsverluste.

Jährlich verringert sich weltweit die landwirtschaftlich nutzbare Fläche um 10 Millionen Hektar, was der Fläche von Island oder Südkorea entspricht.

Zur Aktion Boden des Jahres

Der Weltbodentag findet jährlich am 5. Dezember statt und ist ein internationaler Gedenk- und Aktionstag für den Boden. Er wurde 2002 von der Internationalen Bodenkundlichen Union ins Leben gerufen. Mit ihm soll jährlich ein Zeichen für die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gesetzt und für die Ziele und Aufgaben des Bodenschutzes geworben werden. An diesem Tag wird in Deutschland  der „Boden des Jahres“ für das folgende Jahr präsentiert.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Der Gartenboden – Hortisol – Ein von Menschenhand geschaffenes Kleinod“, unter: http://bit.ly/2gUjTW5

 

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