07.11.2017
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Moderierter Diskussionsprozess für ein UNESCO-Biosphärenreservat Südharz/Kyffhäuser startet

Siegesmund: Wertvollste Gipskarstregion Mitteleuropas gemeinsam entwickeln

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund startet heute Abend den Moderationsprozess für ein Biosphärenreservat Südharz/Kyffhäuser. Zum Auftakt im Bürgerhaus Nordhausen werden rund 150 Akteure aus der Region erwartet. Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Naturschutzverbände werden in den kommenden 12 Monaten gemeinsam die Chancen eines Schutzgebiets in der europaweit einzigartigen Gipskarstlandschaft diskutieren.

„Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger der Region so früh wie möglich einbinden. Nur gemeinsam können wir uns auf den Weg machen zu einem Biosphärenreservat. Wir werben für die Chancen. So entstehen Impulse für eine regionale Entwicklung. Schutz und Nutzung gehen dabei Hand in Hand, so dass der gesamte Südharz profitiert“, sagte Anja Siegesmund heute in Nordhausen.

Seit drei Monaten laufen die Vorbereitungen für die breit angelegte Beteiligung. Das vom Thüringer Umweltministerium beauftragte Moderatorenteam hat bereits über 50 Gespräche geführt, um Meinung und Vorstellungen der Menschen vor Ort einzufangen. Das Team wird geleitet von Sylvia Reyer, e.t.a. Sachverständigenbüro Reyer, Erfurt und ergänzt durch Prof. Dr. Harald Kuntze und Dr. Jürgen König, abraxas. Tourismus- & Regionalberatung GmbH, Weimar und Dr. Jan Stegner, StegnerPlan – Büro für Landschaftsplanung und Naturschutz, Bad Düben.


Das mögliche Gebiet für ein Biosphärenreservat umfasst die beiden Naturparke Südharz und Kyffhäuser. Oberste Prämisse für das Moderatorenteam: unvoreingenommen, unparteiisch und ergebnisoffen die Region im Moderationsprozess zu unterstützten. Die Ziele sind,
• die Akteure zusammenzubringen,
• mit den Akteuren Zukunftsperspektiven zu entwickeln und
• mit den Akteuren einen langfristigen Mehrwert für die Region zu schaffen.

„Die Entwicklung der Nordthüringer Gipskarstlandschaft in Südharz und Kyffhäuser kann für die Region enorme Entwicklungschancen bieten“, so die Ministerin. Die Akteure und Entscheidungsträger müssten diese Chancen aber erkennen und ergreifen wollen. „Deshalb liegt die Entscheidung nicht bei uns, sondern in der Region“, so die Ministerin weiter.

Im ersten Schritt des Moderationsprozesses sollen konkrete Entwicklungsziele und Projekte für die Region entstehen. Innerhalb des nächsten Jahres sind alle Interessierten eingeladen, sich an diesem Prozess in 5 Arbeitsgruppen zu beteiligen:

• Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Landschaftsentwicklung
• Tourismus und Naherholung
• Innovative Wirtschaftsansätze
• Bildung für nachhaltige Entwicklung
• Siedlung und Infrastruktur

„Von der intensiven fachlichen Debatte soll die Region langfristig profitieren. Die landschaftlichen Schätze sind das Fundament einer nachhaltigen Regionalentwicklung“, so Siegesmund abschließend.


Hintergrund

Das Moderatorenteam steht unter der Telefon-Hotline 0361 / 67 96 49 04 sowie der E-Mail-Adresse moderation.biosphaere{at}online{punkt}de für sämtliche Anfragen zum Moderationsprozess zur Verfügung.

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