-
Acker- und Pflanzenbau – wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft in Thüringen
Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der landwirtschaftlich genutzten Flächen sind in Thüringen Ackerland.
Der Anbau von Druschfrüchten (Getreide und Ölfrüchte) hat seit 1990 stark zugenommen und liegt heute bei mehr als 80 Prozent. Feldfutter und Mais nehmen gegenwärtig etwa 14 Prozent der Ackerfläche ein. Der Anteil von Hackfrüchten (Kartoffeln und Zuckerrüben) ist stark zurückgegangen und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben des Dünge- bzw. Pflanzenschutzgesetzes und der Regelungen nach § 17 des Bundesbodenschutzgesetzes bilden die Grundlage für einen umweltgerechten Anbau der Ackerkulturen (
AINFO - Agrarinformationssystem).
Aufgrund des Anbaus auf großen Ackerschlägen, günstigen Boden- und Witterungsbedingungen sowie den vorhandenen praktischen Erfahrungen der Landwirte werden hohe und stabile Erträge in Thüringen erreicht. Die ackerbaulich wichtigsten Anbaugebiete sind das Erfurter Becken und das Altenburger Land.
Seit mehreren Jahren ist Thüringen ein Bundesland mit den besten Qualitäten bei der Erzeugung von Backweizen und Braugerste in Deutschland.
Die Grünlandbewirtschaftung der letzten zwei Jahrzehnte war von einer überaus starken Extensivierung geprägt. Als Folge hat sich der Flächenanteil mit standortgerechten Grünlandgesellschaften von weniger als 50 Prozent (1989) auf etwa 65 Prozent (2010) erhöht. Bedeutende Grünlandregionen befinden sich in Südwestthüringen (Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg, Wartburgkreis, Saalfeld-Rudolstadt und Hildburghausen).