Ökologischer Landbau
Ökologischer Landbau – Was ist das eigentlich?
Ökologischer Landbau ist mehr als der Verzicht auf Pflanzenschutz- und Düngemittel. Diese Landbewirtschaftungsmethode steht auch für:
- möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe
- Schutz des Bodens und nachhaltige Steigerung der Bodenfruchtbarkeit
- Ausnutzen der Kräfte der Selbstregulation des Ökosystems
- Tiergerechte Haltung und Fütterung
- Verbot der Verwendung von Gentechnik
- Aktiven Klima-, Umwelt- und Naturschutz
- Erzeugung von Nahrungsmitteln
- Schaffung und Einhaltung von regionalen Wirtschaftskreisläufen
Die Erzeugerregeln und vor allem die Kennzeichnung der Ökoprodukte sind seit 1991 gesetzlich geschützt – durch die sog. EG-Öko-Verordnung. Die Erzeugung, Verarbeitung und der Handel von Ökoprodukten unterliegen strengen Kontrollen.
Stand des ökologischen Landbaus in Thüringen
Der ökologische Landbau hat sich seit der politischen Wende in Thüringen erfolgreich entwickelt. Insgesamt wurden Ende 2009 in Thüringen 416 Unternehmen registriert, die der Kontrolle der EU-ÖKO-Verordnung unterstehen. In Thüringen werden 4,3 Prozent (rund 35.000 Hektar) der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch bewirtschaftet. Seit 1999 hat sich die Ökofläche in Thüringen mehr als verdoppelt.
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Die Verarbeitung und Vermarktung von Ökoprodukten betreiben derzeit rund 140 Thüringer Unternehmen.
Regionale Bezugsquellen von Ökoprodukten erhalten Sie im Ökologischen Einkaufsführer für Thüringen.
Ökologischer Einkaufsführer