07.01.2013 11:05 Uhr

Klimaschutz

Angesichts der drohenden Konsequenzen besteht das globale Ziel, den durchschnittlichen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Nur so können schwerwiegende ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Folgen vermieden werden.

Zur Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele hat der Rat der Europäischen Union beschlossen, bis 2020
- den Treibhausgasausstoß um 20 % gegenüber 1990 zu verringern,
- den Anteil Erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch um 20 % zu erhöhen und
- die Energieeffizienz um 20 % zu steigern.

Das ambitionierte, integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung setzt beim Klimaschutz auf einen Mix von Maßnahmen und Förderinstrumenten. Damit sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40 Prozent gesenkt werden.

Dazu sollten u. a. mit Unterstützung zahlreicher Förderprogramme der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung und am Wärmeverbrauch sowie der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen an der Stromerzeugung erhöht werden. Gleichzeitig soll das gewaltige Emissionsminderungspotenzial im Gebäudebereich weiter ausgeschöpft werden.

Die Relevanz innovativer Verfahren zur Energiegewinnung und -bereitstellung und zur Ablösung fossiler Energieträger soll, auch im Hinblick auf Einsparmöglichkeiten im Verkehrsbereich, durch Förderung von Forschung und Entwicklung und durch Anreize in der Umsetzung und Anwendung gefördert werden. Es sollen auch die Emissionen von Nicht-CO2-Treibhausgasen wie Methan, Distickstoffoxid und fluorierten Kohlenwasserstoffen stark eingeschränkt werden. Nicht zuletzt ist es vorgesehen, dass die Erlöse aus dem Europäischen Emissionshandelssystem dem Klimaschutz zugute kommen.

Deutsche Unternehmen besitzen schon heute den Spitzenplatz in der Entwicklung regenerativer Energiegewinnung, Thüringen nimmt in der Solarwirtschaft eine Vorreiterposition in Deutschland ein.

Mit derzeit rund 250.000 Arbeitsplätzen in Deutschland ist der Bereich der Erneuerbaren Energien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Dachflächennutzung mit Photovoltaik und Solarthermie
Dachflächennutzung mit Photovoltaik und Solarthermie, Foto: TMLNU
Bürgersolarpark Eisenach
Bürgersolarpark Eisenach, Foto: Stadt Eisenach

Der Anteil Erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch betrug im Jahr 2006 in Thüringen 15,4 %. Damit liegt der Freistaat weit über der Zielstellung der Bundesregierung. Und bis 2015 hat sich der Freistaat im „Thüringer Bioenergieprogramm“ das Ziel gesetzt, den Anteil an Erneuerbaren Energien auf 20 % des Primärenergieverbrauchs zu steigern.

Darüber hinaus gilt es, Forschung und Bildung in den jeweiligen Bereichen zu unterstützen. Um die anspruchsvollen Klimaschutzziele der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und Deutschlands zu erreichen, kann auch der Freistaat Thüringen einen ehrgeizigen Beitrag leisten.

Energiepolitik des Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie