Glossar
Im Verlauf der 80er und 90er Jahre wurde die Bezeichnung „globale Erwärmung“ geprägt und wird oft gleichbedeutend mit dem allgemeinen Begriff „Klimawandel“ verwendet.
Während der fachspezifische Begriff „Klimawandel“ die natürliche Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum beschreibt, und damit die bisherige Klimageschichte umfasst, bezieht sich die globale Erwärmung auf die durch den Menschen verursachte gegenwärtige Klimaveränderung.
Der globale Klimawandel bewirkt graduelle und langfristige Veränderungen. Die
Klimafolgen sind u. a. der Anstieg der Durchschnittstemperatur und damit der Meeresspiegel, extreme Wetterereignisse werden intensiver und häufiger. Man geht davon aus, dass es keine kontinuierliche Klimaveränderung geben wird, sondern das nicht vorhersehbare Extremereignisse mit wiederum ruhigeren Klimaverläufen auftreten.
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- Solaranlage auf der Deponie in Rehestädt, Foto: TMLNU
Weltweit wird ein erheblicher Teil der erzeugten Energie in einer Weise verbraucht und verschwendet, wie es auf Dauer nicht tragfähig ist.
Die begrenzten Ressourcen werden in wenigen Generationen erschöpft sein und das in den Energieträgern gebundene Treibhausgas wird anteilig und ursächlich zu den befürchteten Veränderungen beim Klima führen.
In den letzten 150 Jahren hat sich die Temperatur auf der Erdoberfläche bereits um etwa 0,8 Grad Celsius erhöht und ein weiterer Anstieg um etwa 2 bis 6 Grad Celsius wird zum Ende des 22. Jahrhunderts erwartet.
Die Klimaänderungen spürt man bereits heute, denn Stürme und Orkane nehmen zu, Trockenperioden und Dürre treten auf, Niederschläge verändern sich in ihrer Dauer und Stärke.
Ferner ist zu befürchten, dass aufgrund der Verschiebung von Klimazonen und der Verknappung fossiler Energieträger in vielen Teilen der Welt neben einer tief greifenden ökologischen Krise auch dramatische soziale und politische Konflikte auftreten.
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- Trockenheit, Foto: Robson/pixelio
Der Klimaschutz ist das Bemühen, durch die Reduzierung die anthropogenen Treibhausgasemissionen so einzuschränken, dass die negativen Klimafolgen soweit wie möglich begrenzt werden.
Die wichtigsten Maßnahmen im Klimaschutz beziehen sich auf die Reduzierung der energiebedingten CO2-Emissionen, also jenen Teil der CO2-Emissionen, die bei der Bereitstellung von Strom und Wärme sowie bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe im Verkehr entstehen.
Große Potenziale bestehen im Senken des Energieverbrauchs und der effektiven Nutzung von erneuerbaren Energien zum Beispiel bei der energetischen Gebäudesanierung, Individual- und Güterverkehr, in der Wirtschaft sowie in öffentlichen und privaten Haushalten.
Klimaanpassungsmaßnahmen dienen der Folgenbewältigung des vom Menschen verursachten verändernden Klimas und vermeiden oder mildern damit zukünftige Gefährdungen. Dabei sollen die Risiken und Schäden negativer Auswirkungen des Klimawandels verringert und positive Potenziale genutzt werden. Anpassung ist ein andauernder Prozess.
Natürliche Treibhausgase sind Gase natürlichen Ursprungs, die aufgrund ihres Absorptionsverhaltens (aufnehmen) die Wärmerückstrahlung der einfallenden Sonnenstrahlung beeinflussen. Dadurch beträgt die mittlere Temperatur an der Erdoberfläche statt minus 18 Grad Celsius 15 Grad Celsius und macht so das Leben, wie wir es kennen, erst möglich.
Anthropogene Treibhausgasemissionen sind Emissionen, die auf menschliche Aktivitäten zurückgeführt werden.
Sie stören das natürliche Gleichgewicht der Atmosphäre durch Eingriffe in den Naturhaushalt, verstärken den natürlichen Treibhauseffekt und führen zur globalen Erwärmung, die ihrerseits mit zahlreichen Folgen verbunden ist.
Regenerative Energien - auch erneuerbare Energien oder Alternativenergien - sind sich erneuernde Energien aus nachhaltigen Quellen. Sie bleiben nach menschlichen Zeiträumen gemessen - im Gegensatz zu fossilen Energieträgern und Kernbrennstoffen, deren Vorkommen bei kontinuierlicher Entnahme stetig abnimmt - stets verfügbar. Physikalisch genommen kann Energie weder verbraucht noch erneuert werden; sie kann jedoch Systemen zugeführt und Systemen entnommen werden.
Der Begriff „Erneuerbare Energie“ wird heute im allgemeinen Sprachgebrauch auf Systeme angewandt, mit denen aus den in der Umwelt laufend stattfindenden Prozessen Energie abgezweigt und der technischen Verwendung zugeführt wird. Die vom Menschen nutzbaren Energieströme entspringen unterschiedlichen Energiequellen:
- der Strahlung aufgrund von Kernfusion in der Sonne,
- der vorhandenen Wärme im Erdinnern,
- der Erdrotation und den damit verbundenen Effekten (Gezeiten).
Auf der Erde können diese Energiequellen in Form von Sonnenlicht und -wärme, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme genutzt werden.
Durch die Nutzung erneuerbarer Energien wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern der Mensch macht sich auch weitgehend unabhängig von Öl- und Erdgaspreissteigerungen.
Biologische und physikalische Prozesse wandelten über sehr lange Zeiträume Biomasse in die fossilen Energieträger, die heute zur Verfügung stehen. Sie reichen vom Erdöl und Erdgas, über Stein- und Braunkohle bis hin zum Torf und zu den bisher ungenutzten Verkommen an Methanhydraten in den Tiefen der Meere.
Volkswirtschaftlich gesehen ist der Primärenergieverbrauch (PEV) die gesamte einer Volkswirtschaft zugeführte Menge an Primärenergie. Sie wird in der Regel für einen Zeitraum von einem Jahr ermittelt. Mit ihr werden Energiedienstleistungen erbracht.
Der Primärenergieverbrauch (PEV) ist der Verbrauch der direkt in der Natur vorkommenden Primärenergieträger, wie Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Uran sowie erneuerbare Energiequellen. Diese Primärenergie wird zumeist in Kraftwerken, Raffinerien etc. in verbrauchsgerechte Formen, die Endenergie, umgewandelt (Strom, Fernwärme, Heizöl, Koks etc.).
Bildquellen
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