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Neustadt/Harz siegt im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
Neun Dörfer aus ganz Thüringen konkurrierten im diesjährigen Dorfwettbewerb auf Landesebene – jetzt steht der Sieger fest. Neustadt im Südharz wird den Freistaat im kommenden Jahr im Bundeswettbewerb vertreten. Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz beglückwünschte Bürgermeister Dirk Erfurt und alle Bürgerinnen und Bürger von Neustadt zu diesem Erfolg. „In Neustadt zeigt sich, dass Dörfer eine Zukunft haben, wenn die Menschen aktiv sind und ihre Ideen und Visionen leben“, sagte Reinholz. Die Auszeichnung will der Minister am 6. Oktober persönlich in Neustadt übergeben.
Neustadt liegt nordöstlich von Nordhausen und zählt zurzeit knapp 1.200 Einwohner. Entgegen dem Trend wächst die Bevölkerung seit 1990. Die Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in der Pflege von Traditionen, für den Erhalt der Kulturlandschaft und des dörflichen Baustiles mit der typischen Fachwerkarchitektur des Harzes. Das zieht Touristen und Ausflügler an. So sichert sich Neustadt seine wirtschaftliche Existenz als staatlich anerkannter Luftkurort. Wichtigster Arbeitgeber im Ort ist das evangelische Fachkrankenhauses für Atmungserkrankungen.
Eine sechsköpfige Wettbewerbsjury aus Vertretern des Thüringer Umwelt- sowie des Bauministeriums, des Gemeinde- und Städtebunds, der Architekten- und der Ingenieurkammer Thüringen sowie der Stiftung Baukultur hatte im Juni 2012 neun Dörfer im Freistaat bereist. Um den Titel konnten sich die Sieger der Kreiswettbewerbe 2011 bewerben.
Neben Neustadt beteiligten sich folgende Dörfer am Landesentscheid: Ifta (Wartburg-kreis), Uder (Landkreis Eichsfeld), Schwarza (Ortsteil von Blankenhain, Landkreis Weimarer Land), Großbockedra (Saale-Holzland-Kreis), Langenwolschendorf (Landkreis Greiz), Unterlemnitz (Saale-Orla-Kreis), Roth (Ortsteil von Schalkau, Landkreis Sonneberg) und Schnett (Ortsteil von Masserberg, Landkreis Hildburghausen).
Hintergrund
Den Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ führt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit den zuständigen Länderministerien, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung sowie Organisationen und Bundesverbänden im Bereich Dorfentwicklung durch.
Vor dem Bundeswettbewerb steht die Durchführung gleichartiger Wettbewerbe auf Landes- und Kreisebene. Den Wettbewerb gibt es seit 1961. 2013 wird der 24. Bundeswettbewerb ausgetragen. Die Siegerdörfer werden traditionell auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin geehrt.
Der Wettbewerb soll die Menschen in den Dörfern motivieren, ihre Zukunftsperspektiven selbst zu bestimmen und aktiv an der Verbesserung der Lebensqualität in den ländlichen Räumen mitzuwirken. Die Jurys bewerten die Eigeninitiative der Bevölkerung, Konzepte der wirtschaftlichen Entwicklung, soziales und kulturelles Engagement, die bauliche Entwicklung der Dörfer und ökologische Aspekte.
Andreas Maruschke
Pressesprecher