Medieninformation 03/04
Jagdbeirat bei der obersten Jagdbehörde neu berufen -
Wildbeobachtungsgebiet im Forstamt Schmiedefeld eröffnet
Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, berief heute im Forstamt in Allzunah bei Frauenwald zum dritten Mal 15 Mitglieder und stellvertretende Mitglieder in den Jagdbeirat der obersten Jagdbehörde. Anschließend eröffnete er am Forstort „Rother Berg“ das erste Wildbeobachtungsgebiet in Rennsteignähe.
„Durch das Engagement des Jagdbeirates bei der obersten Jagdbehörde konnten nicht nur beachtliche Fortschritte wie zum Beispiel bei der Schwarzwildreduzierung erzielt werden, auch jagdwissenschaftliche Höhepunkte wie das Muffelwildkolloquium in Leutenberg sind zu nennen. Ich hoffe, dass die neu berufenen Mitglieder des Jagdbeirates weiterhin wesentliche Impulse für die Weiterentwicklung des Jagdwesens im Freistaat geben werden“, so Minister Dr. Sklenar bei der Berufung.
Das Thüringer Jagdgesetz bestimmt, dass sowohl bei der obersten Jagdbehörde als auch bei den 23 unteren Jagdbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte für den Zeitraum von fünf Jahren Jagdbeiräte zu bilden sind. Die Mitglieder des Jagdbeirates bei der obersten Jagdbehörde beraten zu allen wichtigen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung sowie zu wichtigen Einzelfragen, die sich aus dem Landesjagdgesetz ergeben.
Im Jagdbeirat vertreten sind Jäger, Vertreter der Jagdgenossenschaften, der Landwirtschaft, der privaten, körperschaftlichen und staatlichen Forstwirtschaft, der Fischereiwirtschaft, des Naturschutzes, des Tierschutzes, des Veterinärwesens sowie der Berufsjäger.
Anschließend eröffnete der Minister am Forstort „Rother Berg“ das erste von vier geplanten Wildbeobachtungsgebieten zwischen Oberhof und Neuhaus am Rennweg.
Durch die Aufstellung von zwei Wildbeobachtungskanzeln können jeweils bis zu 20 Personen das Wild, insbesondere Rotwild, in freier Natur erleben. Der Förderverein des Biosphärenreservates „Vessertal – Thüringer Wald“ wird hierfür mit den örtlichen Fremdenverkehrsämtern geführte Wanderungen anbieten. „Die Einrichtung von Wildbeobachtungsgebieten für die Allgemeinheit ist ein weiterer Schritt in Richtung multifunktionaler Wald, der in Verbindung mit dem Tourismus für die Entwicklung des ländlichen Raums von wesentlicher Bedeutung ist“, so der Minister.
Katrin Trommer-Huckauf
Pressesprecherin