Mit der
Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro und der Unterzeichnung der
Agenda 21 wurde die lebens- und überlebenswichtige Bedeutung einer Nachhaltigen Entwicklung in allen Lebensbereichen und auf allen gesellschaftlichen Ebenen in den Mittelpunkt der Überlegungen und Handlungen zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft aller Menschen der Erde und für zukünftige Generationen gestellt.
Wesentlich zur Umsetzung der
Agenda 21 ist die Qualifizierung und Sensibilisierung aller Bevölkerungsschichten auf unserer Erde. Um die Ziele und Inhalte der Nachhaltigen Entwicklung besser in die Öffentlichkeit zu transportieren sowie entsprechendes Wissen über Nachhaltige Themen zu vermitteln und den notwendigen Kompetenzerwerb sicherzustellen, wurde 2002 von den Vereinten Nationen die UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ 2005-2014 ausgerufen. In Thüringen wurde am 16.09.2005 durch den Thüringer Landtag fraktionsübergreifend beschlossen
(Landtagsbeschluss 4/1242), sich aktiv an der Umsetzung der UN-Dekade „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ zu beteiligen. Gemeinsam mit dem
Arbeitskreis Umweltbildung Thüringen e.V. (akuTh) und dem
Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wird die UN-Dekade umgesetzt. Unter der Trägerschaft des akuTh wurde eine
Dekade-Koordinationsstelle eingerichtet. Am 22.09.2011 wurde der
5. Thüringer Aktionsplan unter : http://www.dekade-thueringen.de/media/public/pdfs/aktionsplan_2011/dekade-thueringen_aktionsplan-2011.pdf an die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht übergeben. Auf den jährlichen „BNE-Aktionstagen“ im Herbst stellen die Bildungsakteure ihre zahlreichen Aktivitäten vor.Viele Probleme und Lösungen in der Agenda 21 sind auf Aktivitäten vor Ort zurückzuführen. Daher sind alle gesellschaftlichen Größen aufgerufen, auf lokaler Ebene bei der Umsetzung einer
Lokalen Agenda 21 und bei der
Bildung für Nachhaltige Entwicklung mitzuwirken.
Zur Unterstützung und Stärkung aller engagierten Akteure und Interessierten wurde in jeder Planungsregion ein anerkanntes
regionales Nachhaltigkeitszentrum ins Leben gerufen. Sie begleiten fachlich und organisatorisch die Prozesse in den Kommunen und fördern den Erfahrungsaustausch. Sie unterstützen in allen Fragen der Erarbeitung und Umsetzung konkreter Projekte und Maßnahmen im Rahmen einer lokalen Agenda 21 und einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).