Fließgewässertypisierung

58687 Kotteritz Stromauf

Nach Artikel 5 i. V. m. Anhang II der Wasserrahmenrichtlinie sind die oberirdischen Gewässer nach Gewässertypen zu unterscheiden. Die so genannten "typspezifischen Referenzbedingungen" charakterisieren dabei die weitgehend natürlichen Verhältnisse, den "sehr guten ökologischen Zustand". Sie sind somit das Leitbild, das den naturnahen, durch menschliche Tätigkeit nahezu unbeeinflussten Zustand des betrachteten Gewässerabschnittes beschreibt. Die Gewässertypologie wurde einheitlich für die Bundesrepublik Deutschland entwickelt und gewährleistet damit flächendeckend vergleichbare Ergebnisse.

Die Typen der Thüringer Fließgewässer wurden zuletzt im Jahr 2013 im Rahmen der Bestandsaufnahme überprüft und 2014 gebietsweise angepasst. Die bedeutendsten Änderungen sind die Anwendung des Keupertyps bei einigen karbonatischen Gewässern im Thüringer Becken und in Südthüringen. Unsicherheiten bei der Typzuordnung bestehen noch bei künstlichen Gewässern wie dem Unstrut-Flutkanal oder Gewässern, die durch geogen verursachte hohe Chloridgehalte oder temporäre Wasserführung geprägt werden.


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Fischfaunistischer Referenzkatalog Thüringer Fließgewässer

Fischfauna 1

Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erfordert unter anderem die Überwachung des ökologischen Zustands nach biologischen und physikalisch-chemischen Qualitätsmerkmalen. Der Fischfauna kommt unter den biologischen Qualitätskomponenten künftig eine größere Bedeutung zu. Es sind hier referenzbezogene Beurteilungen hinsichtlich ihrer Artenzusammensetzung, der Abundanzverhältnisse (Häufigkeit des Vorkommens) und der Altersstruktur durchzuführen. Die Klassifizierung des ökologischen Zustands von Fließgewässern ist bezogen auf einen typspezifischen Referenzzustand vorzunehmen, der unter weitgehend unbeeinträchtigten Bedingungen zu erwarten ist.

Bachneunauge

Auf der Grundlage der längszonalen Abfolgen, die innerhalb eines bestimmten Fließgewässertyps auftreten können und des natürlichen zoogeographischen und regionalen Faunenunterschiedes wurden für die 9 Fließgewässertypen in Thüringen 32 Fischtypen festgelegt. Jedem Fischgewässertyp sind unter Einbeziehung von verifizierten historischen Informationen über Fischbestände, geeigneten rezenten Fischbestandsdaten und Expertenwissen fischfaunistische Leitbilder zugeordnet. Darüber hinaus wurden 2014 für die Fließgewässer, die einer spezifischen Nutzung unterliegen, je nach Nutzungstyp abweichende Leitbilder (Tabelle Fischtypen 2014) generiert.

Der fischfaunistische Referenzkatalog stellt zugleich eine fachliche Grundlage für die fischereiliche Bewirtschaftung dar.

Das potentielle Vorkommen der Wanderfischarten Lachs, Stör, Meer- und Flussneunauge ist mit den historischen Verbreitungskarten abzugleichen!

Ab der unteren Forellenregion sind Lachs, Meerforelle und Flussneunauge derzeit Bestandteil aller Fischleitbilder (außer HMWB und Keupertypen); historisch sind sie jedoch in nur wenigen Gewässern belegt (siehe historische Verbreitungskarten). Nur in den Gewässern, in denen ein Vorkommen historisch belegt ist, ist das Fischleitbild bzgl. der Wanderfische sicher anzuwenden!

Überarbeitung des fischfaunistischen Referenzkataloges (Abschlussbericht 2008)
Größe: 1.1 MB

Fischfaunistische Referenzen Thüringens (2008)
Größe: 1.2 MB

Karte der Fischgewässertypen in Thüringen (2008)
Größe: 382.8 kB

Tabelle zu artspezifischen Fangeffektivität (2008)
Größe: 21.0 kB

Überarbeitung des fischfaunistischen Referenzkataloges (Abschlussbericht 2006)
Größe: 650.4 kB

Erarbeitung von fischfaunistischen Referenzen für alle Thüringer Fließgewässertypen (Abschlussbericht 2005)
Größe: 1.5 MB

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