IMIS

Integriertes Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt - IMIS"

Zum Zweck des bundeseinheitlichen und konsequenten Handelns wurde von 1988 bis 1993 ein Mess- und Informationssystem in der BRD mit nachfolgenden Komponenten aufgebaut:

  1. Frühwarnung dient der frühzeitigen Erkennung von Ereignissen mit Relevanz auf die Strahlenexposition der Bevölkerung,
  • durch Eigenmeldungen der kontinuierlich arbeitenden Messnetze des Bundes bei signifikanter Erhöhung der Messwerte (Luft, Niederschlag, Bundeswasserstraßen, Ost- und Nordsee, Gamma-Ortsdosisleistung),
  • durch Meldungen von Betreibern oder einer internationalen Behörde.
  1. Prognose der zu erwartenden radiologischen Situation im Ereignisfall Einsatz von Entscheidungshilfen auf der Basis radioökologischer Modelle (z. B. PARK, RODOS) bis die Messergebnisse zur tatsächlichen Kontamination vorliegen
     
  2. Umweltmessungen Messinstitutionen des Bundes und der Länder liefern Messdaten zur tatsächlich erfolgten Kontamination und zu deren zeitlichen Verlauf.
     
  3. Lagedarstellung Zusammenführung aller erhobenen Messdaten zur Lagedarstellung, raschen Bewertung und Entscheidungsfindung,
     
  4. Entscheidungsfindung und Veranlassung/Empfehlung von Maßnahmen durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Benehmen mit den zuständigen Landesministerien, dient der Minimierung der radiologischen Auswirkungen.

Zur Aufrechterhaltung der organisatorischen sowie technischen Funktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft befindet sich das Mess- und Informationssystem ständig - sowohl mit seinen kontinuierlich arbeitenden Bundesmessnetzen, die die gesamte BRD überdecken, als auch den laufenden Messaktivitäten der Länder auf ihren Territorien - mit dem Normalbetrieb in einer Art "Trainingszustand". Die im Normalbetrieb erhaltenen Messergebnisse dienen der Erhebung von Referenzwerten (standortspezifische Zeitreihen hinsichtlich Kontaminationsverlauf und Radionuklidzusammensetzung sowie Vergleichsbasis für die Erfassung der mit einem Ereignis neu hinzugekommenen Kontamination).

Sobald im Zusammenhang mit einem radiologischen Ereignis eine signifikante Überschreitung der "Normalmesswerte" in den Messzentralen registriert wird, ordnet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit für die im System integrierten Facheinheiten den Intensivbetrieb an. Mit diesem Betriebsartenwechsel ist die Erhöhung der Messfrequenz der Messnetze und die zeitliche und bei Bedarf auch räumliche Probenentnahmedichte für relevante Umweltbereiche verbunden, um schnell eine Übersicht über die radiologischen Auswirkungen und deren zeitlichen Verlauf zu erhalten, aber auch die möglicherweise notwendige Einflussnahme zur Minimierung der Strahlenbelastung der Bevölkerung zeitnah zu realisieren.

Die Messaufgaben Thüringens werden seit 1992 von zwei Landesmessstellen mit einer Landesdatenzentrale, die an der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie angesiedelt sind, wahrgenommen. Alle in Thüringen ermittelten Messdaten werden, nachdem sie in den Landesmessstellen plausibilisiert wurden, zur Landesdatenzentrale geleitet, die diese auf dem Zentralserver in der Zentralstelle des Bundes für die Überwachung der Umweltradioaktivität (ZdB) beim Bundesamt für Strahlenschutz in Neuherberg zur weiteren Verarbeitung ablegt.

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