Staatliche Vogelschutzwarte Seebach

Vorderansicht des Gebäudes der Staatlichen Vogelschutzwarte
Vorderansicht des Gebäudes der Staatlichen Vogelschutzwarte
Die Staatliche Vogelschutzwarte Seebach befindet sich in der Wasserburg des Ortes Seebach im Unstrut-Hainich-Kreis. Das Schloß wird von einem ungefähr zwei Hektar großen Park umgeben. Die Vogelschutzwarte [VSW] ist mehr als hundert Jahre alt und somit die älteste VSW Deutschlands. Seit 1993 ist sie eine Außenstelle der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena.

 

Dr. h. c. Hans Freiherr vom Berlepsch (1857 - 1933) mit Vogel
Dr. h. c. Hans Freiherr vom Berlepsch (1857 - 1933)

 

Geschichtliches

Wahrscheinlich geht die Gründung der Burg auf die Zeit Karl des Großen zurück. Erstmals urkundlich erwähnt ist, dass Lutz v. Seebach 1227 die Burg erbaute. Ulrich und Hermann v. Seebach erweiterten 1307 für den Kurfürsten von Mainz das Seebacher Schloss.

1524 kaufte der Burghauptmann der Wartburg, Hans von Berlepsch das Schloss. Hier wurde am 18. Oktober 1857 der spätere Nestor des Vogelschutzes, Sittich Hans Freiherr von Berlepsch, geboren.
 
Angeregt durch die Stubenvogelhaltung seines Vaters beschäftigte er sich schon frühzeitig mit der Vogelwelt. Der junge Freiherr von Berlepsch unternahm einige Weltreisen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse gaben u. a. die Anregung, 1884 bis 1886 den Obstgarten der Burg in einen Vogelschutzpark umzuwandeln. Sein Ziel war es einen Landschaftspark mit vielen für die Vögel wertvollen Bereichen zu schaffen. Auf einer Fläche von nur 2 Hektar schuf er dieses kleine Refugium. Auch andere Aktivitäten zum Nutzen der Vögel kennzeichneten sein Handeln. Er entwickelte Nisthöhlen und –kästen, erprobte Futterhäuschen und praktizierte spezielle Gehölzschnitte, um Nistquirle zu erzeugen.
 
Sein Lebenswerk „Der gesamte Vogelschutz, seine Ausführung und Begründung auf wissenschaftlich natürlicher Grundlage“ ist noch jetzt lesenswert. Für seine Verdienste um den praktischen Vogelschutz wurde ihm 1923 die Ehrendoktorwürde der Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg verliehen.

Am 2. September 1933 starb Dr. h. c. Sittich Hans Freiherr von Berlepsch in Seebach. Eine schlichte Grabstätte auf dem Seebacher Friedhof, gegenüber der Wasserburg, erinnert an den Altmeister des deutschen Vogelschutzes.

 

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