23.10.2013 08:40 Uhr

Naturschutzgroßprojekte

Rhoen Intro

  Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Rhönhutungen“

Mit dem Naturschutzgroßprojekt wird die „Errichtung und dauerhafte Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung“ im Bereich der Thüringischen Muschelkalkrhön bezweckt. Hauptziel des Projektes ist es, Fauna und Flora sowie deren Standorte und Lebensräume in den acht Kerngebieten der Thüringischen Rhön langfristig zu sichern und nach weiteren Verbund und der Entwicklung der charakteristischen Biotoptypen der Vorderrhön. Unter diesen spielen die großflächigen Trockenbiotope mit Trocken- und Halbtrockenrasen, Wacholderheiden, Kahlheiden (=gehölzfreie (Halb-)Trockenrasen) und Steintriften, aber auch Flachmoore und Kalkscherbenäcker als Lebensräume eine besondere Rolle. Strategisch wird die Erhaltung und Entwicklung eines bundesweit herausragenden Flächensystems von Kalk-Magerrasen unter Verbesserung der mittel- und langfristigen Rahmenbedingungen für die Pflegeschäferei angestrebt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den großflächigen zentralen Trockenlebensräumen, die im wesentlichen durch die Kerngebiete erfasst werden, sowie deren Verbund.

 


Luftbild-jena

  Naturschutzgroßprojekt „Orchideenregion Jena - Muschelkalkhänge im Mittleren Saaletal“

Schon seit mehr als einem Jahrhundert sind die Muschelkalkhänge des Mittleren Saaletals berühmt für ihre reiche Natur, vor allem durch eine Vielzahl von Orchideen, die die Wiesen und lichten Wälder im Umfeld der Kalkfelsen schmücken. Zur Blütezeit im Juni sind Großes Zweiblatt, Braunrote Sitter, Große Händelwurz und Fliegen-Ragwurz regelmäßig anzutreffen, aber auch Bocks-Riemenzunge, Frauenschuh, Blasses Knabenkraut, Brand-Knabenkraut, Spinnen-Ragwurz und Dreizähniges Knabenkraut, um nur einige seltenere der 32 nachgewiesenen Orchideenarten zu nennen, sind hier heimisch. Es ist nicht nur das weit über die Grenzen Thüringens hinaus bekannt gewordene Naturschutzgebiet "Leutratal", das mit diesen Kleinoden aufwarten kann. An den Hängen des Saaletales und seiner Nebentäler wie auf den angrenzenden Höhen wiederholt sich vielfach ein Biotopmosaik, das den unterschiedlichen Lebensraumansprüchen der verschiedenen Orchideen und anderer bemerkenswerter Arten entgegenkommt.

 

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