Landschaftsplanung

Landschaftsplan

Seit 1976 ist die Landschaftsplanung Bestandteil der Naturschutzgesetzgebung des Bundes und seit 1993 des Freistaates Thüringen. Landschaftsplanung findet auf allen Ebenen der Landes-, Raum- und Bauleitplanung statt. Alles, was für die Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege erforderlich ist, wird in den Plänen der Landschaftsplanung dargestellt. Dabei richtet sich die Landschaftsplanung einerseits an die eigenen Naturschutzbehörden, besonders wenn es um die traditionellen Interessen des Arten- und Biotopschutzes geht. Andererseits richtet sie sich an andere Planungsträger und Verwaltungen, deren Vorhaben Auswirkungen auf Natur und Landschaft erwarten lassen.
Die Landschaftsplanung hat die Aufgabe, die Ziele und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zusammenhängend für einen bestimmten Planungsraum zu erarbeiten und in Text und Karte mit Begründung darzustellen, und zwar

  • der vorhandene und der zu erwartende Zustand von Natur und Landschaft einschließlich der Auswirkungen der vergangenen, gegenwärtigen und voraussehbaren Raumnutzungen,
  • die Konkretisierung der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes,
  • die Beurteilung des o.g. Zustandes nach Maßgabe dieser Ziele, einschließlich der sich daraus ergebenden Konflikte,
  • die Erfordernisse und Maßnahmen, insbesondere zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung bestimmter Teile von Natur und Landschaft zu Schutzgebieten, zur Sicherung und Schaffung von Biotopverbundsystemen, zum Schutz bedrohter Pflanzen- und Tierarten, zum Schutz, zur Verbesserung der Qualität und zur Regeneration von Boden, Gewässern, Luft und Klima, zur Vermeidung, Minderung oder Beseitigung von Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft.

Die Landschaftsplanung informiert somit umfassend über den Zustand von Natur und Landschaft. Den Landkreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden ermöglichen die Instrumente der Landschaftsplanung, ihre naturschutzfachliche Situation in größeren Zusammenhängen zu überblicken, und zwar sowohl in Bezug auf die Flächenqualitäten als auch in Bezug auf die Schutzgüter Arten und Biotope, Boden, Wasser, Klima, Luft und Landschaftsbild. Sie werden durch die Ergebnisse der Landschaftsplanung auch besser vertraut mit den bestehenden und geplanten Umweltbelastungen und deren Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Städte und Gemeinden können ihre Chancen und Risiken, die bei der weiteren flächenverbrauchenden oder flächenbeeinflussenden wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung auftreten, besser abschätzen als zuvor. Zunehmend verfügen Kreise, Städte und Gemeinden über eine umfassende naturschutzfachliche Umweltinformation, die für eine Entscheidungsfindung zur Vermeidung oder Kompensation von Umweltbeeinträchtigungen von Bedeutung ist. Die bei den Naturschutzbehörden vorhandenen landschaftsplanerischen Informationen vermitteln allen Interessierten Einblicke in den Zustand von Natur und Landschaft in den jeweiligen Planungsräumen und informieren über die Entwicklungsvorstellungen des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Derzeit liegen vier Landschaftsrahmenpläne für die vier Regionen Thüringens und ca. 130 Landschaftspläne für die Landkreise und kreisfreien Städte vor.

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