Erschütterungen

Im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sind Erschütterungen von menschlichen Tätigkeiten verursachte Boden- und Gebäudeschwingungen in einem niedrigen Frequenzbereich bis 80 Hertz.

Erschütterungsquellen werden unterschieden nach
  • ihrer geometrischen Anordnung in punktförmige Quellen, insbesondere bei Industrieprozessen (zum Beispiel Schmiedehammer) oder Linienquellen (zum Beispiel Verkehrsstraßen)
  • ihrem zeitlichen Charakter in impulsförmige Anregungsformen (zum Beispiel bei Sprengungen) oder harmonisch-stationäre Anregungsformen (zum Beispiel bei kontinuierlichen, gleichartigen Produktionsprozessen).
Erschütterungsquelle Schmiedehammer
Erschütterungsquelle Schmiedehammer (Flükiger & Co AG)
Erschütterungen können nach BImSchG schädliche Umwelteinwirkungen sein, wenn sie nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen. Sie führen zwar in der Regel nicht zu direkten körperlichen Schäden beim Menschen, besitzen jedoch indirektes Gefährdungspotenzial, da sie zur Beeinträchtigung und Beschädigung von Bausubstanz führen. Daneben kann von Erschütterungen, die auf Wohnbereiche einwirken, ein hohes Belästigungspotenzial ausgehen, das bereits bei Überschreiten der Wahrnehmungsschwelle einsetzt und langfristig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.
 
Aktuell wird zwischen zwei Einwirkungsarten unterschieden:
  • Einwirkung auf Gebäude
    Diese Einwirkung kann zu direkten Schäden am Bauwerk (durch mechanische Überbeanspruchung) oder zu indirekten Schäden (setzungsbedingte Schäden) führen.
  • Einwirkung auf Menschen in Gebäuden
    Diese Einwirkungen können zu Belästigung der Bewohner führen.
Erschütterungseinwirkungen können messtechnisch erfasst und ihre Auswirkungen beurteilt werden. Bereits im Vorfeld von Erschütterungen verursachenden Arbeiten ist es möglich, mittels Erschütterungsprognose eine Abschätzung der zu erwartenden Einwirkungen vorzunehmen. Grundlage für die Beurteilung der Schädlichkeit oder Belästigungswirkung von Erschütterungen sind gesicherte Messergebnisse. Dazu werden die Schwingungen an den Immissionsorten im Gebäude mit geeigneten Schwingungsmessern erfasst und aufgezeichnet. Die Ermittlung einwirkender Erschütterungen erfolgt durch spezielle Messtechnik. Anzuwendendes Regelwerk für die Messung und Beurteilung von Erschütterung im Immissionsschutz ist die Norm DIN 4150 „Erschütterungen im Bauwesen“.
 
 

Webmaschine Erschütterungsemissionen in Webereien
Webereien können in ihrem Umfeld erhebliche Erschütterungen verursachen, vor allem durch die 400 bis 600 mal in der Minute hin- und hersausenden Schiffchen der Webstühle. Die dadurch erzeugten Erschütterungen werden in den Untergrund eingeleitet und breiten sich im Erdreich aus. Anwohnerbeschwerden veranlassten die TLUG zu Messungen vor Ort.

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