Georisiko

Georisiko

Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche bedrohen Thüringen nicht, aber andere Georisiken wie Rutschungen, Felsstürze oder Erdfälle bzw. -senkungen stellen Gefahrenpotentiale dar, die große Schäden in menschlichen Siedlungsräumen anrichten können. Verantwortlich hierfür ist das komplexe Zusammenspiel von Geologie, Verwitterung und Klima. Diese Faktoren steuern Entstehung und Verlauf von Rutschungen und Subrosionsvorgängen. Beeinflussen können Geologen diese Steuermechanismen nicht, aber sie können gefährdete Bereiche erkennen, dokumentieren, beobachten und Schlussfolgerungen zur Prävention treffen. Bei der Planung von Siedlungsgebieten und Verkehrswegen weisen sie auf diese Gefahren hin und helfen so, Schäden zu verhindern. Schäden lassen sich am einfachsten dadurch vermeiden, dass gefährdete Gebiete nicht bebaut werden. Oft ist das aus den verschiedensten Gründen jedoch nicht möglich, dann ist der Geologe gefragt, bei der Minimierung der von diesen Georisiken ausgehenden Gefahren mitzuwirken. Das erfordert sowohl Kenntnis der regionalen Geologie, der Ursachen und des Ablaufs solcher Ereignisse als auch fundiertes Wissen über Techniken zur Kontrolle oder Vermeidung dieser Gefahren. Daher sind Erfassung und Bewertung von Georisiken wesentliche Aufgaben der Ingenieurgeologie. Die Ingenieurgeologen stellen aufgrund ihrer Kenntnisse von Geologie und Bautechnik die geeigneten Partner für eine enge Zusammenarbeit mit Planern und Bauingenieuren dar.

Bergbau oder Eingriffe in die Oberflächengestalt durch Baumaßnahmen, durch Veränderung natürlicher Gewässer können unter ungünstigen Umständen Gefahrenpotentiale für die Infrastruktur unserer hochtechnisierten Gesellschaft darstellen.

Neben natürlichen Georisiken müssen auch diese durch menschliches Einwirken hervorgerufene Gefahren vom Ingenieurgeologen erkannt und vorbeugend fachlich bearbeitet werden.

Die wichtigsten Aufgabenfelder der Ingenieurgeologen der TLUG im Rahmen von Georisiken in Thüringen sind:

  • hoheitliche Grundlagenaufgaben wie die ingenieurgeologische Landesaufnahme als Planungshilfe im Umgang mit Georisiken,
  • Auskunfts-, Beratungs- und Untersuchungstätigkeit für Landesregierung, Behörden, Wirtschaft und betroffene Bürger,
  • Wahrnehmung von Aufgaben als Träger öffentlicher Belange (TÖB) gemäß Baugesetzbuch für die Bauleitplanung von Gebietskörperschaften,
  • landesweite Erhebung von Fachdaten,
  • Aufbau und Pflege ingenieurgeologischer Fachdatenbanken zu dem Thema Georisiko,
  • fachbehördliche Vorhabensbegleitung von Sicherungs- oder Sanierungsarbeiten bei durch Erdfälle, Erdsenkungen, Rutschungen oder Felsstürze hervorgerufenen Schäden,
  • Mitwirkung bei der Planung von Präventionsmaßnahmen zur Abwehr von erkannten geogenen Gefahren.

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