Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie

43/2017

Seminar

Vogelberingung in der Wasserburg der Staatlichen Vogelschutzwarte Seebach

Beringung ist eine Methode zur Erforschung der Lebensweise dieser Tiere. Moderne Vogelberingung dient weniger der Erforschung von Zugrouten oder Zugverhalten als schutzrelevanten Fragen der Lebensweise der Tiere wie Brutplatztreue, Ausbreitung oder Überlebensraten. Alle Beringungen sind Teil wissenschaftlicher Programme mit klaren Zielen. Es gibt Programme für Zugvögel, aber auch solche für die Beringung von Nestlingen. Ein aktuelles Problem des Naturschutzes ist der Verlust von Brutplätzen an und in Gebäuden. Dies betrifft neben den Fledermäusen auch Vogelarten, die dadurch zunehmend gefährdet sind.

Für die Entwicklung von Schutzstrategien laufen Beringungsprogramme, die z. B. klären sollen, wie Nistplatztreu die Arten sind. Der sorgsame Umgang mit den Vögeln ist auch hier aber stets oberstes Gebot. Aktive Beringer lüften die Geheimnisse der Burg: Wer wohnt hinter den Fassaden, in Fensternischen und auf Dachböden? Welche interessanten Ergebnisse brachte die Beringung der Burgbewohner bereits? Sie erläutern die Methoden und Ziele moderner Vogelberingung und demonstrieren, worauf es dabei ankommt. Anschließend wird auch Gelegenheit zu Vogelbeobachtungen sein. Lebensweise, Gefährdungen und Schutzmöglichkeiten für Gebäudebewohner werden erläutert.

Eine Führung durch verschiedene Ausstellungen in der Vogelschutzwarte beginnt im Keller mit der Eulenausstellung. Sie führt bis zum Dachboden mit den Zimmern des Vogelbarons Hans Freiherr von Berlepsch, Teilen seiner Sammlung von Naturhöhlen und zu den Versuchen der Herstellung von künstlichen Nisthöhlen und Nistkästen. Der Park als Denkmal für 100 Jahre Vogelschutz in Seebach kann anschließend besucht werden.

 

43/2017     Seminar
Schwerpunkte: Vogelberingung als wissenschaftliche Methode, praktische Demonstration des Umgangs mit Vögeln bei der Beringung,
Kontrolle von Nistkästen in und an der Burg, Burg Seebach als älteste Vogelschutzwarte Deutschlands, aus der Geschichte des Vogelschutzes: Nisthöhlen und Nistgelegenheiten an, in und auf Gebäuden
Zielgruppen: Naturinteressierte
junge Vogelkundler
Schüler
Studenten
Familien
Fortbildung für zertifizierte Natur- und Landschaftsführer
Termin:  09.12.2017
Ort: Staatliche Vogelschutzwarte Seebach
Veranstalter: TLUG
Leitung:   Sabine Fritzlar, TLUG
Teilnahmebetrag:  entfällt
Anmeldung bis: 25.11.2017

  

 

Faltblatt (1.6 MB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

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