Medieninformation

Geologie, Böden und Seismologie in Thüringen -
Die TLUG auf der Landesgartenschau in Apolda 2017

Gestein des Jahres 2017 – DIABAS und der Geologischen Wand, der Boden des Jahres 2017 – Gartenboden (Hortisol) und die gläserne seismologische Station - Beiträge der TLUG auf der Landesgartenschau in Apolda


Das Gestein des Jahres 2017 – DIABAS und die Geologische Wand

DIABAS ist ein Festgestein magmatischen Ursprungs, das im Erdzeitalter des Devons vor mehr als 350 Millionen Jahren durch Umwandlungsprozesse aus untermeerisch gebildeten Basalten und basaltähnlichen Gesteinen entstand. 2017 fiel die Wahl auf Diabas als Gestein Jahres.

Diabas ist im Thüringisch-Fränkisch-Vogtländischen Schiefergebirge sehr verbreitet. Es ist ein vielseitig einsetzbares Gestein: Als Schotter und Splitt im Verkehrs-, Wasser- und Landschaftsbau oder als Werk-und Dekorationsstein erfüllt es vielfältigste Ansprüche.

Mit der geologischen Wand wird exemplarisch der geologische Aufbau im Untergrund Thüringens verdeutlicht. Horizontal liegende Gesteinsschichten, der rote Sandstein aus Uder im Eichsfeld und der graubeige Travertin aus Bad Langensalza im Thüringer Becken überdecken den tieferen Untergrund. Dieser besteht in der Gesteinswand aus Diabas, abgebaut in Burgk im Thüringischen Schiefergebirge.

Die Gesteinsschichten enden gegeneinander versetzt an einer Störung, einer tektonischen Zerreiß- oder Bruchstelle im Gestein. Dort entladen sich Spannungen der Erdkruste durch ruckartige Bewegungen und es kommt zum Erdbeben.

Boden des Jahres 2017 – Gartenboden (Hortisol)

Für den Boden des Jahres 2017 hat das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, in Person von Frau Ministerin Anja Siegesmund, die Schirmherrschaft übernommen. Schließlich ist Thüringen das Bundesland, in dem Gärten eine besondere Rolle spielen: Vor rund 300 Jahren begründete Christian Reichart in Erfurt den erwerbsmäßigen Gartenbau und damit eine lange tiefverwurzelte Gartenbautradition.

Durch intensive menschliche Bearbeitung in den bäuerlichen, klösterlichen und herrschaftlichen Nutz- und Ziergärten konnten Hortisole in großer Zahl und vielfältiger Ausprägung entstehen. Der Hortisol (lateinisch hortus = Garten und solum = Boden) ist ein Bodentyp, der sich durch eine lange gärtnerische Bewirtschaftung aus einem anderen oft nicht mehr erkennbaren Bodentyp entwickelt hat. Er ist geprägt durch einen mächtigen, humusreichen Oberboden, der sehr fruchtbar ist.

Die gläserne seismologische Station

Die gläserne seismologische Station möchte auf die Erdbebenüberwachung im Freistaat Thüringen aufmerksam machen, schließlich stand die Wiege der Seismologie als Geowissenschaft im benachbarten Jena.

Heute überspannt ein Netz aus mehr als zwanzig Stationen, das „Thüringer Seismologische Netz (TSN)“, den Freistaat. Überwachungsschwerpunkt in Thüringen ist die Erdbebenregion im Länderdreieck Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, aber auch im Südharz und in Südwestthüringen sind in der Regel schwächere Ereignisse zu beobachten. Die Messergebnisse des Thüringer Seismologischen Netzes können vom Kartendienst der TLUG „Seismologie in Mitteldeutschland“ abgerufen werden.

26.04.2017

Dr. Lutz Baseler
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