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Das Gestein des Jahres 2017 – Diabas

Diabase (von griechisch diabaino - hindurchgehen) sind fein- bis mittelkörnige magmatische Gesteine mit basaltischem Chemismus und grünlichschwarzer bis grünlichgrauer Farbe.

Als Diabase im klassischen Sinne wurden insbesondere im deutschen Sprachraum schwach metamorph überprägte bzw. durch Reaktion mit Meerwasser alterierte basaltische Gesteine bezeichnet. Sie entstanden durch untermeerischen Vulkanismus, in Deutschland vorwiegend während des Devons (vor ca. 360 bis 450 Millionen Jahren).

Durch eine leichte Metamorphose wuchsen später in diesen Vulkaniten grünliche Mineralneubildungen (Chlorit, Epidot), die die typische Färbung des Diabases sowie Bezeichnungen wie „Grünstein“ und „Grünschiefer“ verursachten.

Diabase bestehen mineralogisch hauptsächlich aus Pyroxenen, Feldspäten und Chloriten. Je nach Mineralgehalt des basaltischen Ausgangsgesteins sowie der Intensität der Metamorphose und Alterierung können auch Amphibole, Epidote, Serpentinminerale u.a. auftreten.

Der Begriff „Diabas“ ist heute kein offizieller Fachbegriff mehr. Nach der international gültigen Klassifikation sind „Diabase“ als „Dolerite“ zu bezeichnen. Da der Begriff „Diabas“ aber in der älteren Literatur und in den geologischen Karten über mehr als 100 Jahre genutzt wurde, wird dieser Name auch heute noch oft verwendet.

In Thüringen sind Diabase im Thüringischen Schiefergebirge, speziell im Vogtland, weit verbreitet. Sie kommen in der Regel gemeinsam mit devonischen Kalksteinen, Tuffen und Tonschiefern vor.

Durch seine Entstehung und seine mineralische Zusammensetzung hat Diabas eine hohe Dichte, Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Verwitterung. Diese Eigenschaften begünstigen seine Verwendung als Werk- und Dekorationsstein sowie zur Herstellung von Schotter und Splitt. Vor allem die vogtländischen Diabase verfügen über sehr gute Bitumenhaftung und sind somit wertvolle Brecherprodukte, die im Straßenbau Einsatz finden.

Diabas wird aktuell in mehreren Steinbrüchen im Saale-Orla-Kreis und im Landkreis Greiz als Rohstoff für die Bauindustrie gewonnen.
Historisch wurden im Raum Schleiz auch Eisenerze abgebaut, die den dortigen Diabasvorkommen eingeschaltet sind (devonische Eisenerze vom Lahn-Dill-Typ).
Eine Gewinnung dieser meist armen Erze war ab der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht mehr wirtschaftlich möglich und wurde daher eingestellt.

20.02.2017

Dr. Lutz Baseler
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit

Diabas01

 

Abbau von Diabas im Steinbruch Burgk-Möschlitz
Foto: A. Schumann

Diabas02

 

 

 

 

Grünlichgrauer Diabas mit weißgrauen Sekundärbildungen aus Calcit, ehemaliger Steinbruch Schlegel
Foto: A. Nestler

Diabas03

 

 

 

Grünlichgrauer Diabas, Steinbruch Loitsch, poliert, Kantenlänge 15x10cm
Foto: L. Katzschmann

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