Medieninformation

„Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ Sonderheft 2016 erschienen

Invasive gebietsfremde Tiere und Pflanzen in Thüringen – Welche Arten bedrohen unsere heimische Natur?

Jeder, der nach Australien fliegt, wird schon bei der Ankunft am Flughafen merken, wie ernst man die Bedrohung der heimischen Lebewelt durch eingeschleppte Organismen dort nimmt.
Aber auch in Thüringen spielen invasive gebietsfremde Arten, das sind Tier- und Pflanzenarten, die unter Mitwirkung des Menschen zu uns gelangt sind, eine bedeutende Rolle als Gefährdungsfaktor der biologischen Vielfalt.

Aufgrund dessen greift die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie deshalb in Zusammenarbeit mit dem Fachbeirat für Arten- und Biotopschutz das Thema nach 2006 erneut auf.
Die Autoren listen die in Thüringen als invasiv bzw. potenziell invasiv eingestuften Arten auf und bewerten ihr Gefährdungspotential.

Es werden Empfehlungen zu Vorsorgemaßnahmen, Kontrolle und Bekämpfung gegeben. Ausführliche Darstellungen der derzeit zwölf gebietsfremden Tier- und 17 Pflanzenarten, von denen eine akute Gefährdung der biologischen Vielfalt ausgeht, folgen.

Das Spektrum der beschriebenen Tierarten reicht von bekannten Arten wie Waschbär, Regenbogenforelle und Spanischer Wegschnecke bis hin zu Mink, Chinesischer Teichmuschel und Marmorkrebs.

Zu den invasiven Pflanzenarten gehören Riesen-Bärenklau, Kanadische Goldrute und Japanischer Staudenknöterich ebenso wie Eschen-Ahorn, Kaukasus-Fetthenne und Kanadische Wasserpest.

Steckbriefhafte Beschreibungen und viele Fotos geben für jede Art eine Übersicht über Herkunft und Ausbreitung, Gefährdung der heimischen Natur sowie mögliche Maßnahmen des Naturschutzes.

Darüber hinaus werden elf potenziell invasive gebietsfremde Tier- und 24 Pflanzenarten vorgestellt. Von diesen liegen begründete Annahmen vor, dass sie eine Gefährdung der biologischen Vielfalt Thüringens darstellen. Diese Arten bedürfen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die heimische Natur zukünftig einer besonderen Beobachtung.

Der aus Sicht des Naturschutzes zu empfehlende Umgang mit invasiven und potenziell invasiven Arten kann sehr unterschiedlich sein. Der Schwerpunkt muss in den meisten Fällen auf einer Vorbeugung liegen, d. h. einer vorausschauenden Vermeidung der Einführung und weiteren Ausbreitung. Hierzu zählen die Verhinderung einer unbeabsichtigten Ausbringung z. B. über die Entsorgung von Gartenabfällen und das Aussetzen von Tieren.

Neben der Prävention, Früherkennung und sofortigen Tilgung fordert eine neue EU-Verordnung auch das Management von bereits weit verbreiteten invasiven gebietsfremden Pflanzen und Tieren. Einige der gelisteten Arten von EU-weiter Bedeutung kommen bereits in Thüringen vor und werden auch im Sonderheft genauer vorgestellt. Wegen der hohen Bedeutung vorbeugender Maßnahmen soll mit dem vorliegenden Heft für das Thema sensibilisiert werden.

Die Zeitschrift "Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen" erscheint mit vier Heften jährlich und ist im Jahresabonnement für den Betrag von 13 € (inkl. Versand) oder in Einzelheften zu beziehen.

21.12.2016

Dr. Lutz Baseler
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit

Sh2016

 

Die Titelseite des aktuellen Sonderhefts 2016

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www.tlug-jena.de/de/tlug/presse_und_service/publikationen/lnt/

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