Medieninformation

Luftqualität in Thüringen

Am 27. Februar verkündet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig seine Entscheidung zu Diesel-Fahrverboten für bessere Luft in den Städten. In vielen Städten in Deutschland werden die Schadstoffgrenzwerte für Stickoxide, die als gesundheitsschädlich gelten, nicht eingehalten. Für Thüringen gilt dies nicht: Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub-PM10 werden in Thüringen spätestens seit 2016 eingehalten.

Die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie betreibt ein landesweit ausgerichtetes Luftmessnetz, zu dem u. a. automatische Messstationen und Stickstoffdioxid-Passivsammler gehören. Die Messungen werden an verkehrsnahen, städtischen, ländlichen und industrienahen Messorten durchgeführt.

Aktuelle Messergebnisse werden stündlich im Internet, im MDR-Videotext (Tafel 527-529) sowie über Mobilfunk ( Umwelt-App „Meine Umwelt“) veröffentlicht.

Die Bewertung der Messergebnisse eines Jahres erfolgt anhand der gesetzlichen Vorgaben der 39. BImSchV. Dazu werden aus den Messergebnissen Kennwerte berechnet und mit den festgelegten Beurteilungswerten verglichen.

Die vorliegenden Messergebnisse bestätigen, dass im Jahr 2016 die Immissionsgrenzwerte für NO2 und PM10 in Thüringen eingehalten wurden. Die Auswertung des Jahres 2017 ist zwar noch nicht abgeschlossen, die Messergebnisse belegen aber auch für 2017 eine sichere Einhaltung dieser Immissionsgrenzwerte.

Eine detaillierte Auswertung des Jahres 2016 bietet der Lufthygienische Jahresbericht der TLUG.

Die Stickoxidkonzentrationen in Thüringen haben in den letzten Jahren stetig abgenommen. Der NO2-Grenzwert von 40 µg/m³ als Jahresmittelwert wurde letztmalig 2015 in Mühlhausen im Petristeinweg überschritten. Alle seit 1991 ermittelten Jahresmittelwerte für Stickstoffdioxid sind in dieser Tabelle vermerkt.
Die gemessenen 1h-Mittelwerte für NO2 lagen seit 2010 immer unter 200 µg/m³, so dass der Kurzzeit-Grenzwert (Grenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit von 200 µg/m³, bis 18 Überschreitungen im Jahr zulässig) immer sicher eingehalten worden ist.


Die PM10-Konzentrationen im Freistaat
zeigen ebenfalls eine fallende Tendenz. Der Grenzwert für den Jahresmittelwert von 40 µg/m³ wird in Thüringen schon seit 2007 sicher eingehalten. Die letzte Grenzwertüberschreitung wurde 2006 in Weimar in der Steubenstraße registriert.

Im Gegensatz hierzu konnte die Einhaltung des zweiten PM10-Grenzwertes (Kurzzeit-Grenzwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit, bis zu 35 Überschreitungen des Tagesmittelwertes von 50 µg/m³ im Jahr zulässig) erstmalig wie aus der Tabelle ersichtlich 2016 nachgewiesen werden. In den Jahren davor waren in Weimar, Mühlhausen und Erfurt Überschreitungen dieses Grenzwertes aufgetreten.

26.02.2018

Dr. Lutz Baseler
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