Bergbau in Thüringen in Zahlen und Bildern - Ergänzung 2016

Kalirückstandshaldenabdeckung und -begrünung in Bleicherode
Kalirückstandshaldenabdeckung und -begrünung in Bleicherode

 

Thüringer Landesbergamt
Puschkinplatz 7
07545 Gera

Tel: 0365 7337-0
Fax: 0365 7337-105
E-Mail: poststelle(at)tlba.thueringen.de

Diese Ergänzung bringt die "Zahlen und Bilder" des Thüringer Landesbergamtes auf den Stand Dezember 2016. Um die Erkennbarkeit der Entwicklung zu erleichtern, sind die Zahlen der vier vorangegangenen Jahre mit aufgenommen. Im Übrigen bleiben die Berichte für den Zeitraum seit 2002 auf unserer Homepage und können damit auch in Zukunft eingesehen werden.

Gera, den 23.11.2017

Glück auf!

(gez.)
Hartmut Kießling
Amtsleiter

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Struktur und Entwicklung des Thüringer Landesbergamtes

 

 

2. Entwicklung der Bergbauberechtigungen

 

 

3. Betriebsaufsicht, Genehmigungsverfahren und Fördermengen

3.1 Betriebsaufsicht

3.2 Betriebsplanzulassungen und andere Genehmigungsverfahren

3.3 Rohstoffförderung in den Betrieben im Aufsichtsbereich des Thüringer Landesbergamtes

3.4 Aktuelles Bergbaugeschehen

 

 

4. Schwerpunktaufgaben im Sanierungsbergbau

4.1 Tagebauverfüllkörper Lichtenberg im ehemaligen Uranbergbaugebiet Ronneburg

4.2 Sanierungsschwerpunkt Verwahrung der IAA Culmitzsch und Trünzig

4.3 Wasserfassung und Behandlung von Bergbauwässern

 

 

5. Sanierung Südharz- und Werrarevier und Abfallverwertung über und unter Tage

5.1 Kalirückstandshaldenabdeckung

5.2 Untertägiger Versatz

5.3 Verwertung von Abfällen in Tagebauen zur Wiedernutzbarmachung bergbaulich devastierter Flächen

5.4 Stand der Sanierungsarbeiten Merkers

5.5 Untertägige Abfallbeseitigung (Untertagedeponie Sondershausen)

5.6 Rückbau von Betriebsplätzen im ehemaligen Bergwerksfeld Behringen

 

 

6. Altbergbau

 

 

7. Besucherbergwerke und -höhlen

 

 

1. Struktur und Entwicklung des Thüringer Landesbergamtes

Thüringer Landesbergamt (TLBA)

Organigramm

Stand 31. Dezember 2016

Organigramm Tlba 2
Beschaeftigte (ohne Bedienstete in ATZ)
Beschaeftigte (ohne Bedienstete in ATZ)

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2. Entwicklung der Bergbauberechtigungen

Bergbauberechtigungen 2016

 

Zum 31.12.2016 wurden im Thüringer Landesbergamt 359 Bergbauberechtigungen verwaltet. Davon sind 160 Bergwerkseigentume, 181 Bewilligungen, 6 Erlaubnisse und 12 bestätigte alte Rechte (grundeigen).

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3. Betriebsaufsicht, Genehmigungsverfahren und Fördermengen

3.1 Betriebsaufsicht

Betriebsaufsicht 2015

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3.2. Betriebsplanzulassungen und andere Genehmigungsverfahren

Betriebszulassungen 2016

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3.3 Rohstoffförderung in den Betrieben im Aufsichtsbereich des Thüringer Landesbergamtes in tausend Tonnen

Rohstoffförderung in 2016
Rohstoffförderung in 2016

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3.4 Aktuelles Bergbaugeschehen

Anhydrittagebau Kohnstein (Niedersachswerfen) Stuttgart 21 – Materialien für die Wiedernutzbarmachung im Kohnstein

Das aus Gips, Anhydrit, Alabaster und Marienglas bestehende bis zu 200 Meter mächtige Gesteinsvorkommen des Kohnsteins wurde seit dem Mittelalter abgebaut und ab 1860 in Fabriken verarbeitet.

Ab 1917 ließ die Badische Anilin- & Soda-Fabrik (BASF) Sulfatgestein im Kohnstein zunächst übertägig und später untertägig abbauen. Hier entstand das Stollensystem, welches im 2. Weltkrieg durch die Nationalsozialisten für das Konzentrationslager Mittelbau Dora genutzt wurde.

Zur Zeit der DDR wurden durch die Leunawerke am Kohnstein etwa 2 Mio. Tonnen Anhydrit jährlich im Tagebau abgebaut, was etwa 45 Prozent der damaligen Weltanhydritförderung entsprach. Die Hauptmenge des geförderten Anhydrits wurde für die chemische Industrie (z.B. Schwefelsäure- und Zement-Produktion) und auch zur Herstellung von Baustoffen (z.B. Anhydritbinder bzw. Fließanhydritestrich) verwendet.

Diese Historie ist verbunden mit einem großen Eingriff in die Karstlandschaft nördlich von Nordhausen, weithin sichtbar durch die „Große weiße Wand“ des Kohnstein.

Anhydrittagebau Kohnstein
Anhydrittagebau Kohnstein - Luftbild mit Darstellung der Eingriffsfläche (Foto: TLBA)

2005 übernahm die Kohnstein Bergwerks GmbH die Abbaurechte  aus einer Insolvenz heraus. Ziel ist es mit dem über mehrere Jahrzehnte vorgesehenen Abbau ein abgestimmtes Wiedernutzbarmachungskonzept umzusetzen und somit auch die Wunden aus der Vergangenheit zu heilen.

Im April 2013 erhielt das Unternehmen die Zulassung für den Einsatz von Materialien aus dem Bahnprojekt Stuttgart 21 für die Wiedernutzbarmachung im Kohnstein. Die Erdstoffe und Tunnelausbruchmassen aus Stuttgart sind zum Teil durch hohe Sulfatgehalte geprägt, so dass eine Verwertung nur an speziellen Orten möglich ist. Da das Anhydritgestein des Kohnsteins naturgemäß hohe Sulfatgehalte aufweist, bot sich hier die Verwertung dieser Stoffe an. Nach den Vorgaben aus Stuttgart durfte das Material nur mit der Bahn aus dem Talkessel Stuttgart abtransportiert werden, so dass ein Verwertungsort mit Bahnanschluss gesucht wurde. Auch diese Voraussetzung erfüllte der Tagebau Kohnstein.

Im Berichtszeitraum wurden am Standort Kohnstein ca. 900.000 Tonnen Erdstoffe aus dem Bahnprojekt Stuttgart 21 angeliefert, umgeladen und eingebaut.  Bis zu 4 Züge am Tag mit je 1000 Tonnen erreichten den Verladeort.

Umladeplatz der Spezialcontainer (Foto: TLBA)
Umladeplatz der Spezialcontainer (Foto: TLBA)
Verladung der Spezialcontainer auf LKW (Foto: TLBA)
Verladung der Spezialcontainer auf LKW (Foto: TLBA)

Bei Zügen mit Spezialcontainern wurden diese  auf LKW´s verladen und zum Einbauort gefahren, oder die Züge wurden mittels Bagger und LKW entladen. Diese Arbeiten neben dem „normalen“ Tagebaubetrieb waren eine logistische Herausforderung für die Beteiligten.

Die Qualitätsüberwachung der Materialen erfolgte an verschieden Orten. Zum einen durch das Qualitätsmanagement der Bahn am Standort Stuttgart und zusätzlich mit  Stichproben am Standort Kohnstein.  Das TLBA erhielt Zugang zur elektronischen Nachweisführung und kann so die Analytiken der Einzelchargen kontrollieren.

Stuttgart 21 Material am Einbauort (Foto: TLBA)
Stuttgart 21 Material am Einbauort (Foto: TLBA)
Zuordnung der Proben zum jeweiligen Zug (Foto: TLBA)
Zuordnung der Proben zum jeweiligen Zug (Foto: TLBA)

Mit den Stuttgart-21-Materialien bestand die kurzfristige Möglichkeit Teile des Tagebaues entsprechend dem Wiedernutzbarmachungskonzept herzurichten. Die Erdstoffe wurden gezielt in aus DDR-Zeiten devastierten Bereichen eingebaut, in denen kein weiterer Abbau geplant ist.

So wurde die südliche Flanke des Tagebaues für die weitere Nachnutzung hergerichtet. Ein weiterer Effekt wurde dadurch erreicht, dass die eingebauten Massen eine zusätzliche Sicherung für das Stollensystems Mittelbau Dora sind. So kann eine hydrologische Beeinflussung der Gedenkstätte weitestgehend ausgeschlossen werden.

Südliche Flanke des Tagebaus mit eingebautem Material
Südliche Flanke des Tagebaus mit eingebautem Material (Foto: TLBA)

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4. Schwerpunktaufgaben im Sanierungsbergbau

4.1. Sanierungen im ehemaligen Uranbergbaugebiet Ronneburg

Im Jahr 2015 wurde mit dem Rückbau des südöstlich der Halde Beerwalde gelegenen Auflandebeckens Beerwalde begonnen. Dieser wurde im Jahr 2016 fortgesetzt. Der aus Haldenmaterial geschüttete Damm wurde vollständig abgetragen. Ebenso wurde die im Untergrund vorhandene radioaktive Kontamination entfernt, welche durch den jahrzehntelangen Betrieb des Auflandebeckens als Speicher für uranhaltige Wässer verursacht wurde. Anschließend wurde das ehemalige Auflandebecken als neuer Teil des Drosenbachtals profiliert. Der Drosenbach wurde naturnah gestaltet und es wurden drei Teiche angelegt. Ende 2016 waren diese Arbeiten sehr weit fortgeschritten.

ehemaliges Auflandebecken Beerwalde (Foto: Wismut GmbH)
ehemaliges Auflandebecken Beerwalde (Foto: Wismut GmbH)

Der für die Öffentlichkeit zugängliche Aufschüttkörper über dem ehemaligen Tagebau Lichtenberg ist ein beliebtes Wanderziel. Im Jahr 2016 bildete er zudem eine eindrucksvolle Kulisse für die Festveranstaltung „25 Jahre Wismut GmbH“, die im Juni 2016 am „Tag der offenen Tür“ zusammen mit dem 4. Thüringer Bergmannstag stattfand.

25 Jahre Wismut GmbH / 4. Thüringer Bergmannstag (Fotos: Wismut GmbH)
25 Jahre Wismut GmbH / 4. Thüringer Bergmannstag (Fotos: Wismut GmbH)
25 Jahre Wismut GmbH / 4. Thüringer Bergmannstag (Fotos: Wismut GmbH)
25 Jahre Wismut GmbH / 4. Thüringer Bergmannstag (Fotos: Wismut GmbH)
Bbth2016 16
25 Jahre Wismut GmbH / 4. Thüringer Bergmannstag (Fotos: Wismut GmbH)

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4.2 Sanierungsschwerpunkt IAA-Verwahrung Culmitzsch und Trünzig

Im Jahr 2016 wurden auf der IAA Trünzig im Wesentlichen Pflegearbeiten durchgeführt. Ein großer Teil des Beckens A wird als Weidefläche für Pferde und Schafe genutzt.

Auf der IAA Culmitzsch wurden die Arbeiten zur Zwischenabdeckung sowie die Konturierungsarbeiten fortgesetzt. Einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt bildete die Fortsetzung der 2015 auf dem Becken B begonnenen Endabdeckung, bestehend aus einer 1 m starken Dämm- und Dichtschicht, einer 0,4 m starken Dränageschicht und einer 2 m mächtigen Speicherschicht. Im nachfolgenden Bild sind die auslaufende Dränageschicht (Dränageprisma) sowie die darüber befindliche Speicherschicht gut zu erkennen.

IAA Culmitzsch, Becken B, Aufbau der Endabdeckung (Foto: Wismut GmbH)
IAA Culmitzsch, Becken B, Aufbau der Endabdeckung (Foto: Wismut GmbH)

Die Zwischenabdeckung der IAA Culmitzsch wurde bis auf eine noch offene Restfläche von 0,8 ha im Becken A abgeschlossen.

IAA Culmitzsch, Becken A, Oktober 2016 (Foto: Wismut GmbH)
IAA Culmitzsch, Becken A, Oktober 2016 (Foto: Wismut GmbH)

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4.3 Wasserfassung und Behandlung von Bergbauwässern

Zum Schutz der Grund- und Oberflächenwässer müssen an den Wismut-Standorten anfallende Bergbauwässer sehr langfristig behandelt werden.

Im Bergbaugebiet Ronneburg sind dies Wässer aus dem Grubengebäude, austretende und gefasste Haldensickerwässer sowie kontaminierte Oberflächenwässer. Die Behandlung dieser Wässer erfolgt zentral in der WBA Ronneburg. 2016 wurden insgesamt ca. 7,25 Mio. m³ Wasser gereinigt und in die Vorflut abgegeben. Die dabei angefallenen Rückstände (ca. 21.500 m³) wurden in das Immobilisatlager 2 eingebaut.

Zur Erhöhung der Sicherheit für die Abförderung der im Gessental gefassten Wässer zur WBA Ronneburg wurde im September 2015 mit dem Bau einer neuen, 3.735 m langen Druckrohrleitung begonnen. Anfang Dezember 2016 wurde diese in Betrieb genommen. Die Leistung dieser Leitung beträgt 600 m³/h im Regelbetrieb und 750 m³/h im Spitzenbetrieb. Es bestehen damit 2 Druckrohrleitungen vom Gessental zur WBA Ronneburg (Redundanz).

Bau der Druckrohrleitung (Foto: Wismut GmbH)
Bau der Druckrohrleitung (Foto: Wismut GmbH)

Am Standort Seelingstädt wurden im Jahr 2016 knapp 1,7 Mio. m³ Wasser (Freiwasser vom Becken A der IAA Culmitzsch, gefasste Porenwässer aus den Tailings, Haldensickerwässer und belastete Oberflächenwässer) behandelt und in die Vorflut abgegeben.

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5. Sanierung Südharz- und Werrarevier und Abfallverwertung über und unter Tage

5.1 Kalirückstandshaldenabdeckung

Verwertete Abfallmengen zur Haldenabdeckung im Südharzrevier (Mengen in t)

Bbth2016 21

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5.2 Untertägiger Versatz

In Kaligruben verwertete Abfallmengen in t

Untertagedeponie Sondershausen - vgl. Punkt 5.5
Grafische Darstellung Versatz unter Tage in t
Grafische Darstellung Versatz unter Tage in t

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5.3 Verwertung von Abfällen in Tagebauen zur Wiedernutzbarmachung bergbaulich devasierter Flächen

Jahresmenge in t
Jahresmenge in t
Verwertete Abfallmengen im Tagebau
Verwertete Abfallmengen im Tagebau

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5.4 Stand der Sanierungsarbeiten im Werra-Revier (Grubenfeld Merkers)

Jährliche Versatzmengen (Steinsalzversatz aus der Sicherung von Grubenbauen und Feuchtversatz aus Aufbereitungsrückständen) der K+S Kali GmbH für den Zeitraum 2012-2016

Jährliche Versatzmengen in Mio. t
Jährliche Versatzmengen in Mio. t
2012: 0,43 Mio. t davon 0,43 Mio. t Feuchtversatz
2013: kein Versatz    
2014: kein Versatz    
2015: 0,80 Mio. t davon 0,68 Mio. t Feuchtversatz
2016: 1,00 Mio. t davon 0,75 Mio. t Feuchtversatz


 

 

 

 

 

 

Im Nordfeld der Grube Merkers laufen die Versatzarbeiten für die zwingend notwendige Sicherung von Grubenhohlräumen. Das Einbringen von Versatz erfolgt in diesen Bereichen seit dem II. Quartal 2015. Zusätzlich wurde im Jahr 2016 mit der Sicherung des alten Baufeldes im Nordwesten der Grube Unterbreizbach (Feld UB7) durch Einbringen von Versatz begonnen.

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5.5 Untertägige Abfallbeseitigung (Untertagedeponie Sondershausen)

Jährliche Abfallmengen der Untertagedeponie Sondershausen für den Zeitraum 2006-2016

Jährliche Abfallmengen in t
Jährliche Abfallmengen in t

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5.6 Rückbau von Betriebsplätzen im ehemaligen Bergwerksfeld Behringen

Das ehemalige Bergwerksfeld Behringen, welches zu Teilen im Landkreis Gotha und im Wartburgkreis liegt und eine flächenhafte Ausdehnung von ca. 28 km2 aufweist, ist die größte ausgeförderte Erdgaslagerstätte Thüringens. Diese ist über 13 Tiefbohrungen im Lagerstättenhorizont „Staßfurt-Karbonat (Ca2)“ im Teufenbereich zwischen 900 Meter und 1000 Meter erschlossen.

Die ENGIE E&P Deutschland GmbH (ENGIE), als bergrechtlich verantwortliches Unternehmen, bzw. deren Vorgängerunternehmen hatten im Jahr 1998 die Förderung von Erdgas aus der Lagerstätte eingestellt. Seitdem wurden die Sonden nicht mehr genutzt und nur hinsichtlich ihres technischen und sicherheitlichen Zustandes regelmäßig überprüft. Da nunmehr eine weitere Nutzung nicht mehr in Frage kommt, wurde entschieden, die verbliebenen Bohrungen des Feldes dauerhaft und sicher zu verfüllen sowie die beanspruchten Flächen wieder nutzbar zu machen.

Den eigentlichen Rückbauarbeiten waren umfangreiche Planungen und Abstimmungen mit Grundstückseigentümern und -pächtern, Gemeinden und Behörden vorausgegangen.

Hergerichteter Sondenplatz für Rückbauarbeiten im Feld Behringen (Foto: TLBA)
Hergerichteter Sondenplatz für Rückbauarbeiten im Feld Behringen (Foto: TLBA)

Der Rückbau der Betriebsplätze erfolgt in drei Abschnitten. Ab Mai 2016 wurden zunächst geeignete Zufahrtswege errichtet, da sich die ehemaligen Sondenplätze auf landwirtschaftlich genutzten Flächen befinden (siehe Foto).

Im zweiten Schritt verfüllt das Unternehmen die Bohrungen. Um die Verfüllung der über 1.000 Meter tiefen Bohrlöcher durchführen zu können, werden jeweils für rund sechs Wochen eine etwa 35 Meter hohe sog. Work-over-Anlage (Anlage für Servicearbeiten an Tiefbohrungen) auf jedem Betriebsplatz aufgestellt. Die Bohrungen werden im Anschluss mit Spezialzement und mechanischen Barrieren endgültig und dauerhaft gesichert. An der Tagesoberfläche werden die verbliebenen Rohre ca. 1,5 Meter unterhalb der Ackersohle eingekürzt, durch eine Betonkonstruktion gesichert und der Rest mit Boden aufgefüllt. Nach der Verfüllung der Bohrungen baut ENGIE die Betriebsflächen einschließlich der errichteten Zufahrten zurück, richtet das Gelände entsprechend seiner vorherigen Nutzung wieder her und übergibt es vertragsgemäß dem Eigentümer.

Work-over-Anlage (Foto: ENGIE)
Work-over-Anlage (Foto: ENGIE)

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6.         Altbergbau und Unterirdische Hohlräume

6.1       Erkundung und Sicherung von Altbergbauobjekten

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Blick in den Hauptschlüsselstollen (Foto: TLBA)

Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit im Bereich der Landesstraße L 2383  Saalfeld-Blankenburg und eines geregelten Grubenwasserabflusses aus dem nicht mehr fahrbaren Silberbergbaurevier auf dem „Haus-Sachsener-Gangzug“ westlich von Saalfeld wurde der dortige „Hauptschlüsselstollen“ aus dem 16. Jhd. fahrbar gemacht. Im Jahre 1993 hatten Bohrungen eine Bergefeste von etwa nur 7,0 m zwischen Grubenbaufirste und der Landesstraße nachgewiesen.

Bbth2016 31
Bauarbeiten am Wasserableitungsstollen (Foto: TLBA)
Blick in das Stollnmundloch (Foto: TLBA)
Blick in das Stollnmundloch (Foto: TLBA)
Blick aus dem Stollnmundloch (Foto: TLBA)
Blick aus dem Stollnmundloch (Foto: TLBA)

Zur Gefahrenabwehr in der Tourismusregion Südharz wurden am „Braunsteinhaus“ NW von Ilfeld für die Überwachung des  Grubenwassers des dortigen ehemaligen Manganerzbergbaues Sicherungsarbeiten im Bereich des Wasserableitungsstollens durchgeführt. Nach Aufwältigungsarbeiten im Grubengebäude wurde auch das Stollnmundloch aufwendig ertüchtigt.

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7. Besucherbergwerke und -höhlen

Übersicht der Besucherzahlen

Übersicht der Besucherzahlen
Übersicht der Besucherzahlen

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Ende der Ergänzung 2016

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