Unwettergefahren in Thüringen

Ein Service für Thüringer Kommunen.

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Das Informationsangebot "Unwettergefahren in Thüringen" bietet speziell Landkreisen und Kommunen Informationsmöglichkeiten zu den Betroffenheiten durch Unwettergefahren. Interaktive Karten ermöglichen kommunalen Akteuren einen schnellen und gezielten Abruf dieser Informationen. Steckbriefe der Thüringer Landkreise und Gemeinden geben Auskunft über die Flächenanteile an den Unwetter Hotspots.
 

Interaktives Kartenmodul
 

Die Thüringer Klimaagentur bietet auf ihrer Webseite ein interaktives Kartenmodul an, das alle wesentlichen Projektergebnisse kartographisch hochwertig aufbereitet enthält. Alle Inhalte werden jährlich mit Blitz- und Radardaten des vergangenen Jahres aktualisiert. Der Nutzer kann auf intuitive Art und Weise die ihn interessierenden Themen aufrufen und kombinieren. Besonders hervorzuheben sind hierbei die in den einzelnen Kategorien ausgewiesenen Hotspot-Flächen UNWETTER. Über Listboxen kann zudem zu einzelnen Landkreisen und Gemeinden navigiert werden.


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Abb. 1: Zugang zum interaktiven Kartenmodul "Unwettergefahren in Thüringen"

 

Inhalte

Als Schwerpunktgebiete sind Regionen ausgewiesen, die durchschnittlich besonders häufig bzw. stark von der jeweiligen Unwettergefahr betroffen sind. Diese Abschätzung beruht auf langjährigen Messungen. Einzeljahre können davon stark abweichen. In allen als nicht als Schwerpunktgebiete gekennzeichneten Regionen, sind ebenfalls Unwetter möglich, treten aber im langjährigen Mittel nicht so häufig bzw. intensiv auf.

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Abb. 2: Detailansicht mit Steckbrief eines Landkreises

Blitzschlaghäufigkeit
Gebiete, in denen es pro Jahr und pro Quadratkilometer durchschnittlich  mehr als vier Blitzeinschläge gibt. Als Datenbasis wurden alle gemessenen Wolke-Erde-Blitze im Zeitraum von 1992 bis 2015 verwendet.

Blitzexponierte Areale
sind Gebiete, die beim Durchzug eines Gewitter besonders blitzschlaggefährdet sind. Es wird keine Aussage zur Gewitterhäufigkeit gemacht. Als Datenbasis wurden alle gemessenen Blitze im Zeitraum von 1992 bis 2015 verwendet. Blitzexponierte Areale sind häufig an orografisch exponierte Lagen mit hohen Hindernissen (z. B. Sendemasten) gebunden. Dieser Zusammenhang ist aber nicht verallgemeinerbar und trifft nicht für alle Standorte zu.

Starkregenhäufigkeit
Gebiete, die pro Quadratkilometer an durchschnittlich (2004 - 2015) mindestens 20 min im Jahr eine momentane Niederschlagsintensität von 20 mm/h überschreiten.

Starkregenintensität
Gebiete, wo die durchschnittliche (2004 - 2015) momentane Starkniederschlagsintensität mindestens 50 mm/h beträgt.

Stationärer Starkregen
Gebiete, die häufig von stationären und/oder intensivem Starkregen betroffen sind. Stationärer Starkregen kann bereits auch bei geringerer Niederschlagsintensität zu lokalen Sturzfluten führen. Die Auslösung einer lokalen Sturzflut ist allerdings noch maßgebeblich von den Oberflächenflächeneigenschaften (Topografie und Boden) abhängig.

Hagelhäufigkeit
Gebiete, in denen es pro Quadratkilometer durchschnittlich (2004 - 2015) alle zwei Jahre ein Hagelereignis gibt. Für das Hagelpotential wurde der kombinierte Datensatz aus Radar‐ und Blitzinformation verwendet. Es wurden konvektive Gewitterniederschlagsgebiete mit einer Radarreflektivität von mehr als 55 dBZ identifiziert.

„Blick in die Zukunft“
Die Aussagen zur zukünftigen Entwicklung beziehen sich auf die Änderung der Summe aller Unwettergefahren. Die Änderungssignale sind als prozentuale Änderung gegenüber dem Zeitraum 1976 ‑ 2005 dargestellt. Mehrere Klimaprojektionen und Auswertungsansätze bestätigen gleichermaßen die Zunahme aller hier beschriebenen Unwettergefahren. Die derzeitige räumliche Verteilung ist davon jedoch weitestgehend unbeeinflusst.

Projektinformation

Auftraggeber für das Projekt „Bestimmung des atmosphärischen Konvektionspotentials über Thüringen“ mit der Laufzeit von 2011 bis 2014 war der Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz; Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie). Auftragnehmer war das Institut für Atmosphäre und Umwelt der Goethe Universität Frankfurt am Main. Die verwendeten Radardaten wurden im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit freundlicher Unterstützung vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zur Verfügung gestellt.

Wesentliche Inhalte des Projektes wurden gemeinsam von den Projektpartnern in der Schriftenreihe „Berichte des DWD, Nr. 244“ im Dezember 2014 veröffentlicht. (Abbildung rechts)

Die Ergebnisse des Projektes werden als

Die Druckversion der Publikation kann über die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie, Referat 14 - Öffentlichkeitsarbeit bezogen werden.

 

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Zugang zum interaktiven Kartenmodul

Unwetter Benutzerleitfaden 512 x 489 px
Inhalte und Handhabung der Interaktiven Karte und die Abfragemöglichkeiten der Unwettersteckbriefe für einzelne Landkreise und Gemeinden (PDF, 10 MB)

Konvektion Broschüre titel für Newsslider 600 x 420 px
Informationsbroschüre zum Download (PDF: 5,5 MB)

Berichte des DWD 224 Deckblatt
Berichte des Deutschen Wetterdienstes, Bericht Nr. 244 ,,Bestimmung des atmosphärischen Konvektionspotentials über Thüringen" (PDF: 3,4 MB)

Kompass Naturgefahren 216 x 144 px
Ermöglicht Risikoanalysen zu Hochwasser, Starkregen, Hagel, Blitzschlag und Erdbeben. Ein gemeinsames Angebot des Freistaates Thüringen und der Versicherungswirtschaft.

Klimadiagramm Walter Lieth 1986-2015 1503 x 928 px
Weitere Informationen zum Klima in Thüringen

Klimakreislauf similar 580 x 206 px
Die wichtigten Begriffe zum Thema Klimawandel