07.01.2013 10:48 Uhr

Netzwerk Gentechnikfreie Regionen

Auf der 8. Jahreskonferenz traten die Hauptstadtregion Brüssel und der Freistaat Thüringen (vertreten durch Staatssekretär Dr. Schubert, rechts im Bild) dem Netzwerk
Auf der 8. Jahreskonferenz traten die Hauptstadtregion Brüssel und der Freistaat Thüringen (vertreten durch Staatssekretär Dr. Schubert, rechts im Bild) dem Netzwerk "Gentechnikfreie Regionen" bei.

Thüringen ist Mitglied im Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen

Sozialstaatssekretär Dr. Hartmut Schubert (SPD): „Wichtiges Signal für die Mehrheit der Thüringerinnen und Thüringer“

Auf der Basis des Landtagsbeschlusses (Thüringen: Aktiv gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen, DS 5/1152) vom 17. Juni 2010 sowie dem Kabinettbeschluss vom 9. November 2010 trat Thüringen dem Europäischen Netzwerk "Gentechnikfreie Regionen" bei. Die Beitrittsurkunde wurde von Staatssekretär Dr. Schubert am 23. November 2010 in Wien unterzeichnet.

Um dem Ziel, selbstbestimmt eine gentechnikfreie Zone bilden zu können, politischen Nachdruck zu verleihen, unterzeichnen die Mitglieder des Netzwerkes die "Charter of the regions and local authorities of europe on the subject of coexistence of genetically modified crops with traditional and organic farming".

Darin wird das Recht der einzelnen Regionen eingefordert, sich selbst als gentechnikfrei bezeichnen zu dürfen. Darüber hinaus wird der Schutz von Saatgut (sei es biologisch oder konventionell) vor gentechnischer Verunreinigung eingefordert. Diese Forderungen sollen dazu beitragen, dass die hohe Qualität der landwirtschaftlichen Produktion, die Kleinteiligkeit und die regionalen Eigenheiten der europäischen Landwirtschaft und Regionen bei der Zulassung von gentechnisch verändertem Saatgut berücksichtigt werden.

Das Europäische Netzwerk begann im November 2003. Zunächst schlossen sich zehn Regionen Europas zusammen, die aufgrund der klein strukturierten Landwirtschaft ähnliche Probleme hinsichtlich Koexistenz (das Nebeneinander von gentechnikfreier Landwirtschaft und Landwirtschaft mit gentechnisch veränderten Pflanzen) hatten und appellierten an die EU-Kommission, gentechnikfreie Landwirtschaft zu ermöglichen und nicht durch mangelhafte Regelegungen zu gefährden. Getragen wird das Netzwerk von den Gründungsmitgliedern Oberösterreich und der Toskana. Inzwischen ist das Netzwerk auf über 50 Regionen angewachsen. Der Freistaat Thüringen ist derzeit die einzige deutsche Region, die diesem Netzwerk angehört.

Europäischen Netzwerk "Gentechnikfreie Regionen"

Charta der Gentechnikfreien Regionen
PDF-Dokument in Englischer Sprache

IX. Jahrestagung des Europäischen Netzwerkes Gentechnikfreier Regionen