Sozialstrukturatlas Thüringen
Basisinformationen über die Lebenslagen der Thüringer Bevölkerung
Die Thüringer Ministerin für Familie, Soziales und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat den ersten Sozialstrukturatlas für den Freistaat Thüringen vorgestellt. Die Studie liefert laut Sozialministerin erstmals kompakte Basisinformationen über die Lebenslagen der Thüringer Bevölkerung. Wissenschaftlerinnen der Universität Gießen erstellten den Atlas auf Grundlage verfügbarer Datenaus den Jahren 2009 und 2010. Dabei sind zwischen den einzelnen Regionen große Unterschiede zu verzeichnen. Der Sozialstrukturatlas soll ein Werkzeug sein, um auf den unterschiedlichen Entscheidungsebenen die Sozialpolitik besser am tatsächlichen Bedarf auszurichten.
Sozialministerin Heike Taubert sagte: „Zum ersten Mal werden die wesentlichen verfügbaren Sozialstrukturdaten ressortübergreifend, übersichtlich, im Zusammenhang und bezogen auf die Landkreise und kreisfreien Städte dargestellt. Dabei werden Indikatoren wie Wohnen, Arbeit, Einkommen, Bildung, Gesundheit oder gesellschaftliche Teilhabe berücksichtigt. Der erste Thüringer Sozialstrukturatlas soll politischen Entscheidungen auf Landesebene und kommunaler Ebene eine Grundlage bieten. Der Atlas soll aber auch einer breiten Öffentlichkeit ein besseres Verständnis der Lebenslagen der Thüringer Bevölkerung ermöglichen.“
Für die Thüringer Sozialministerin beschreibt der Sozialstrukturatlas Problemlagen und benennt Ursachenzusammenhänge sowie regionale Schwerpunkte. „So wird der Atlas zur Planungs- und Argumentationsgrundlage. Der Sozialstrukturatlas ist deshalb ein Beitrag, um eine bedarfsgerechte soziale Infrastruktur zu sichern. Zudem bietet er den Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat Hilfestellung bei der Mitwirkung an demokratischen Entscheidungsprozessen“, sagte Heike Taubert.
Hintergrund:
Der Thüringer Sozialstrukturatlas wurde vom Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Stabsstelle Strategische Sozialplanung, in Auftrag gegeben. Die Autorinnen sind Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe und Dr. Angelika Sennlaub vom Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Der Sozialstrukturatlas umfasst 225 Seiten und beinhaltet 110 Abbildungen, 14 Karten und 22 Tabellen. Die zusammengestellten Daten wurden im Zeitraum 31. Dezember 2009 bis 30. Juni 2010 erhoben. Sie beziehen sich auf die 23 Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat und wurden teilweise innerhalb der vier Planungsregionen zusammengefasst. Folgende Datenquellen wurden herangezogen: Thüringer Landesamt für Statistik, Mikrozensus Thüringen, Bundesagentur für Arbeit, Thüringer Einwohnermelderegister, Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Nürnberg, Statistikstelle des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Thüringer Landesverwaltungsamt. Erstellt wurde die Studie von Oktober bis Dezember 2010. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 41.650 Euro.
Versandhinweis:
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Thüringer Ministerium
für Familie, Soziales und Gesundheit
Stabsstelle für Strategische Sozialplanung
Werner-Seelenbinder-Straße 6
99096 Erfurt
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christian.moeller{at}tmsfg.thueringen{punkt}de
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Der Sozialstrukturatlas als Download
Sozialstrukturatlas 2011
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Inhaltsverzeichnis
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Teil 1, Seiten 1 - 16
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Teil 2, Seiten 17 - 76
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Teil 3, Seiten 77 - 146
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Teil 4, Seiten 147 - 174
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Teil 5, Seiten 175 - 212
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Teil 6, Seiten 213 - 225
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Tagungsprogramm zum Sozialstrukturatlas 2011
Am 27. Juni 2011 wurde der Sozialstrukturatlas im Thüringer Landtag anlässlich einer Fachtagung präsentiert. In Arbeitsgruppen Workshops wurden anhand der vorgelegten Daten sozialpolitische Herausforderungen für das Land und die Kommunen formuliert.
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