-
- Minister Christian Carius (links) und Ministerin Heike Taubert stellen den Ersten Thüringer Gesundheitswirtschaftbericht vor.
130.000 Erwerbstätige erwirtschaften 10 Prozent der Bruttowertschöpfung im Freistaat
Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat heute in Weimar auf der ersten Thüringer Demografiekonferenz den ersten Gesundheitswirtschaftsbericht Thüringen vorgestellt.
„Wenn von der Gesundheits- und Sozialwirtschaftsbranche die Rede ist, dann geht es meist um die Kosten. Mit den jetzt vorliegenden Berichten beleuchten wir erstmals die Wirtschaftskraft der Branche, die enorm ist. Allein die Gesundheitsbranche erwirtschaftet mit etwa 130.000 Erwerbstätigen eine Bruttowertschöpfung von über 4 Milliarden Euro. Das sind 10 Prozent der Thüringer Bruttowertschöpfung. In der Sozialwirtschaft, zu der frühkindliche Förderung, Kinder- und Jugendhilfe, Altenpflege, Hilfe für Menschen mit Behinderungen und Beratung von Menschen in Notlagen gehören, beträgt die Bruttowertschöpfung 2 Milliarden Euro. 58.000 Erwerbstätige erwirtschaften somit 4,7 Prozent der Bruttowertschöpfung im Freistaat. Die Gesundheits- und Sozialwirtschaft ist zukunftsorientiert, weitgehend krisensicher und sorgt vor Ort für Beschäftigung und Wirtschaftsförderung" sagte Heike Taubert.
Laut Sozialministerin stellt die demografische Entwicklung die Branche vor große Herausforderungen. "Die Thüringer Bevölkerung wird immer älter und fragt verstärkt Leistungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft nach. Zugleich stehen aber weniger Schulabgänger als künftige Fachkräfte zur Verfügung. Deshalb sind erhebliche Anstrengungen bei der Verbesserung der Ausbildungs-, Arbeits- und Entlohnungsbedingungen erforderlich. Hier sind vor allem die Tarifpartner gefragt, aber auch flankierend die Politik“, sagte Heike Taubert.