Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

07.01.2013 10:54 Uhr

Netzwerke zur Bekämpfung multiresistenter Erreger (MRE) in Thüringen

Test auf Staphylococcus aureus in der Petrischale
Test auf Staphylococcus aureus in der Petrischale
Infektionen, die im zeitlichen Zusammenhang  mit  medizinischen  Maßnahmen stehen  (nosokomiale  Infektionen), gehören zu den häufigsten Komplikationen medizinischer Behandlung. Vor allem durch die Zunahme von Infektionen mit multiresistenten Erregern (MRE) hat dieses Thema auch in der Öffentlichkeit eine immer höhere Aufmerksamkeit erreicht. Antibiotikaresistente Staphylokokken sind bedeutende Erreger dieser Infektionen.
 
Die deutliche Zunahme dieser so genannten Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA)-Erreger in den letzten Jahren ist Besorgnis erregend. Hauptursachen der zunehmenden Resistenz der Erreger sind der unsachgerechte Einsatz von Antibiotika und die oft inkonsequente Anwendung infektionspräventiver Hygienemaßnahmen.
 
Es hat sich gezeigt, dass die Übertragung und Verbreitung von MRSA als multifaktorielles Geschehen zu werten ist, an welchem die Institutionen des Gesundheitswesens in unterschiedlicher Weise Anteil haben. Regionale Netzwerke unter Federführung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen Gesundheitsämter, niedergelassene Ärzte, Kliniken und Pflegeheime zusammenarbeiten, sind neben einem sorgsamen Einsatz von Antibiotika ein wichtiges Element um Antibiotikaresistenzen einzudämmen. Ziel regionaler Netzwerke  ist u.a. auch die Verbesserung des Informationsflusses an den Schnittstellen aller Einrichtungen im Bereich der Krankenversorgung und Pflege.
 
Nosokomialen Infektionen können nicht vollständig vermieden werden, lassen sich jedoch durch Hygienemaßnahmen verringern. Eine Eindämmung wird allerdings nur gelingen, wenn alle Beteiligten bewährte Präventions­­­maßnahmen konsequent anwenden.
 
Zum Schutz der Patienten vor nosokomialen Infektionen in Krankenhäusern und anderen medizinischen und pflegerischen Einrichtungen sowie der Reduktion des Vorkommens von MRE unterstützt das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit die Bildung von MRSA/MRE-Netzwerken in Thüringen als ein Instrument zur konsequenten Infektionsprävention.
 
Weitere Informationen zur MRSA/MRE-Netzwerken in Thüringen erhalten Sie unter dem folgenden Link:

MRE Netzwerke, externes Angebot des TLLV