22.07.2013 14:17 Uhr

Sommerhitze – Was müssen Sie beachten

Das Bild zeigt einen azurblauen Himmel und einen bunten Sonnenschirm, der die Sonne verdeckt. Bild: Norman Rönz / pixelio.de
Sonnenschirm, Bild: Norman Rönz / pixelio.de

Auf die Sommerzeit freuen sich viele Menschen. Sie verspricht in der Regel Sonnenschein, Badevergnügen und auch Urlaubszeit. Wenn die Sonne scheint, hebt sich unsere Stimmung. Das ist auch gut für unseren Körper. Anhaltend hochsommerliche Temperaturen können aber auch unseren Körper belasten: Flüssigkeitsmangel kann auftreten. Bestehende Krankheiten können sich verschlimmern. Hitzekrämpfe und Hitzschläge sind möglich. Lesen sie im weiteren Verlauf, was sie bei anhaltender Sommerhitze beachten sollten.

Was ist eine Hitzeperiode?

Wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Maximaltemperatur höher als 30°C ist, beginnt eine Hitzperiode. Diese dauert so lange an, wie die mittlere Maximaltemperatur während der gesamten Zeit über 30°C bleibt und an keinem Tag unter 25°C fällt.

Um eine Hitzeperiode rechtzeitig zu erkennen, nutzen Sie die Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Auf den Internetseiten des DWD finden Sie täglich aktualisierte Hitzewarnstufen für jeden Kreis:

Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes

Wie wichtig ist es, in einer Hitzeperiode ausreichend zu trinken?

Der menschliche Körper sollte immer ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sein. Trinken wir nicht ausreichend, ist unser Körper nur schwer in der Lage, im Alltag zu bestehen. Wir sollten daher immer und regelmäßig an normalen Tagen 1,5 bis 2 Liter alkoholfreie Getränke trinken.

Das gilt in Hitzeperioden besonders. Denn bei hohen Temperaturen und bei körperlicher Anstrengung schwitzen wir vermehrt. Unser Körper gibt dadurch mehr Mineralstoffe ab und scheidet mehr Flüssigkeit aus. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist daher äußerst wichtig.

An heißen Tagen sollten wir deshalb zusätzlich 1-2 Liter mineralstoffhaltige Getränke zu uns nehmen, am besten ein bis zwei Gläser in jeder Stunde. Mineralwasser und Fruchtsäfte sind sehr gut geeignet. Die Getränke sollten kühl, aber nicht zu kalt sein. Denn kalte Getränke können zu Magenproblemen führen.

Wer ist in einer Hitzeperiode besonders gefährdet?

Personengruppen mit erhöhtem Flüssigkeitsbedarf oder vermindertem Durstgefühl sind im Folgenden aufgezählt. Sie können durch eine Hitzperiode besonders betroffen sein.

  • Säuglinge, Kinder bis 4 Jahre
  • Erwachsene ab 65 Jahre
  • Menschen, die unter freiem Himmel arbeiten
  • pflegebedürftige Menschen
  • Menschen mit Übergewicht
  • Menschen mit chronischen oder fieberhaften Erkrankungen
  • Menschen mit Demenz
  • Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen müssen (z.B. Antidepressiva, Schlafmittel)
  • Menschen, die Alkohol und Drogen konsumieren

Welche Warnzeichen sendet Ihr Körper?

Ihr Köper sendet Warnzeichen aus, wenn er zu wenig Flüssigkeit bekommt und Sie bei hohen Temperaturen stärker schwitzen. Folgende Symptome treten dann am häufigsten und auch in Kombination auf:

  • stark errötetes Gesicht
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Schwindelgefühl
  • trockene Haut und Schleimhaut
  • Erschöpfungs- und Schwächegefühl
  • Muskelkrämpfe
  • Bauchkrämpfe
  • Erbrechen
  • Verwirrtheit
  • usw.

Worauf sollten Sie vorbeugend bei Sommerhitze achten?

  • Trinken Sie immer in ausreichenden Mengen.
  • Wenn Sie nicht unbedingt im Freien arbeiten müssen, vermeiden Sie anstrengende Arbeiten in der prallen Sonne.
  • Meiden Sie die Mittagshitze.
  • Achten Sie auf bequeme, helle und luftige Kleidung.
  • Tragen Sie in der Sonne eine Kopfbedeckung.
  • Schlafen Sie in leichtem Bettzeug und mit wenigen Kissen.
  • Halten Sie Ihre Wohnräume möglichst kühl, besonders das Schlafzimmer.
  • Lüften Sie morgens und abends gut durch und verdunkeln Sie die Räume am Tag.
  • Wenn es möglich ist, halten Sie eine Mittagsruhe.
  • Nehmen Sie leichte Kost zu sich, zum Beispiel wasserreiches Obst, Salate und Gemüse.
  • Verzichten Sie auf zu viel Wurst und fette Speisen.
  • Besprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Hausarzt, welche Medikamente Sie in einer Hitzeperiode einnehmen dürfen.