Thüringenweites Kooperationsprojekt
Informationen zum Kooperationsprojekt „Wege aus der häuslichen Gewalt“ (2001 – 2005)
Die Umsetzung der Maßnahmen der Landesregierung zur Bekämpfung häuslicher Gewalt wurde bereits im Vorfeld durch eine Arbeitsgruppe der Landesregierung mit thematisch involvierten, nichtstaatlichen Organisationen unterstützt. Von Mai 2001 bis Juni 2005 bestand auf Initiative der Koordinierungsstelle „Gewaltprävention“ (KoostG) eine Lenkungsgruppe mit dem Titel „Wege aus der häuslichen Gewalt“. Die Aufgaben der Geschäftsstelle wurden durch die KoostG in enger Abstimmung mit dem Büro der Beauftragten für die Gleichstellung von Frau und Mann der Landesregierung wahrgenommen. Beteiligt waren zudem die landesweiten Gremien, die sich mit häuslicher Gewalt als Schwerpunktthema beschäftigen. Diese sind konkret: die Landesarbeitsgemeinschaften Frauenhaus, Frauenzentrum, Kinder- und Jugendschutz, Mädchenpolitik (bis 12/02), Kommunale Gleichstellungsbeauftragte sowie die Liga der freien Wohlfahrtsverbände und der Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien (seit 4/02) und der Arbeitskreis Thüringer Familienorganisationen (seit 10/02). Im Dezember 2001 wurde eine gemeinsam erarbeitete Kooperationsvereinbarung für die nächsten drei Jahre geschlossen. Seit Juli 2002 wurden Arbeitsgruppen eingesetzt, die sich den einzelnen sachlichen Aspekten widmeten. Die Abschlussberichte aller Arbeitsgruppen sowie der Lenkungsgruppe erschienen im Sommer 2005 und stehen als Download zur Verfügung.
Inhalt der Arbeitsgruppen:
- Die Arbeitsgruppe „Statistik, Hell- und Dunkelfeld“ hatte zum Ziel, vorhandene Statistiken auszuwerten und abzugleichen. Dazu hat die Arbeitsgruppe wesentliche Statistiken, die Aussagen zu häuslicher Gewalt beinhalten, gesammelt und auf Möglichkeiten der Vergleichbarkeit und Übertragbarkeit geprüft.
Abschlussbericht der Arbeitsgruppe "Statistik - Hell- und Dunkelfeld - Wege aus der häuslichen Gewalt"
- Die Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ hat eine Artikelserie zu verschiedenen Themenfeldern der Problematik veröffentlicht, einen Flyer für Betroffene erstellt und am 18. Februar 2003 eine Fachtagung „Wege aus der häuslichen Gewalt – Aktueller Stand in Thüringen“ mit 180 Teilnehmer/-innen veranstaltet.
Abschlussbericht der Arbeitsgruppe "Öffentlichkeitsarbeit - Wege aus der häuslichen Gewalt"
- Die Arbeitsgruppe „Kinder als Betroffene“ führte eine umfassende Fragebogenaktion zu Erfahrungen, Fortbildung, Material und Bedarf im Zusammenhang mit betroffenen Kindern durch und erstellte einen umfassenden Abschlussbericht.
Abschlussbericht der Arbeitsgruppe "Kinder als Betroffene - Wege aus der häuslichen Gewalt"
- Die Arbeitsgruppe „Täter-Arbeit“ befasste sich zunächst mit einer Bestandsaufnahme aller Einrichtungen, die Täterarbeit anbieten bzw. leisten. Auf der Grundlage dieser umfassenden Befragung erarbeitete die Arbeitsgruppe Qualitätsstandards für Täterprogramme sowie für niedrigschwellige Täterberatungen.
Abschlussbericht der Arbeitsgruppe "Täter-Arbeit - Wege aus der häuslichen Gewalt"
- Die Arbeitsgruppe „Aus- und Fortbildung“ erfasste zunächst die Aus- und Fortbildungen der beteiligten Berufsgruppen und formulierte Themenschwerpunkte, die für die jeweiligen Berufsgruppen in Bezug auf häusliche Gewalt relevant sind.
Abschlussbericht der Arbeitsgruppe "Aus- und Fortbildung - Wege aus der häuslichen Gewalt"
- Die Arbeitsgruppe „Gewaltbetroffene Frauen“ erarbeitete auf der Grundlage einer thüringenweiten Abfrage schwerpunktmäßig Handlungsempfehlungen für regionale Netzwerke, eine Übersicht zum Interventionsverlauf sowie eine Übersichtskarte über bestehende Netzwerke gegen häusliche Gewalt in Thüringen.
Abschlussbericht der Arbeitsgruppe "Gewaltbetroffene Frauen - Wege aus der häuslichen Gewalt"