Verleihung des Verdienstordens am 16. März 2012
Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland an Dr. Christina Müller aus Erfurt und Friedrich Albes aus Neustadt bei Coburg verliehen.
Sozialministerin Heike Taubert sagte: „Diese beiden Thüringer haben sich weit über das normale Maß hinausgehend bürgerschaftlich engagiert. Ihr beispielhafter Einsatz für die Entwicklung des Gesundheitswesens im Freistaat soll mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland öffentlich gewürdigt und anerkannt werden. Was Dr. Christina Müller und Friedrich Albes getan haben und noch immer tun, bereichert unsere Gesellschaft. Wie sie engagieren sich viele Bürgerinnen und Bürger unermüdlich und unentgeltlich. Das garantiert den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und macht unser Land liebens- und lebenswert.“
Ministerin Heike Taubert bei ihrer Ansprache
Dr. Christina Müller (rechts) mit Ministerin Heike Taubert
Friedrich Albes (rechts) mit Ministerin Heike Taubert
Dr. Christina Müller während ihrer Dankesrede
Friedrich Albes während seiner Dankesrede
Musiker der Musikschule Erfurt
Musiker der Musikschule Erfurt
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- Dr. Christina Müller (rechts)
Dr. Christina Müller aus Erfurt (66 Jahre) hat in Thüringen die Einführung der Palliativmedizin und ihre konzeptionelle Fortentwicklung maßgeblich gestaltet und wird für ihr Lebenswerk geehrt. Jahrzehntelang hat sie sich unmittelbar in selbstloser, überaus menschlich lebendiger und medizinisch kompetenter Weise um Patienten verdient gemacht. Dank der konsequenten Initiative der Internistin wurde 1996 die erste ostdeutsche Palliativstation am Katholischen Krankenhaus „St. Nepomuk“ in Erfurt gegründet. Sie führte und etablierte die erste Klinik für Palliativmedizin an der Zentralklinik in Bad Berka. Frau Dr. Müller gründete 2005 die Sektion Palliativmedizin in der Landesärztekammer Thüringer und leitet sie seitdem. Die Ausbildung von Ärzten und Pflegenden war für sie immer ein wichtiges Anliegen. Als Mitglied des Vorstandes des Tumorzentrums Erfurt hat sie zahlreiche Kongresse und Symposien mit vorbereitet und gestaltet und ihre Erfahrungen als Referentin einem großen Interessentenkreis vermittelt. Die von ihr in Bad Berka organisierten Tagungen zu Grenzfragen der Medizin haben über die Landesgrenzen hinaus an Bedeutung gewonnen. Für mehrere Generationen von Ärzten, Schwestern und Pflegern war und ist sie ein Vorbild.
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- Friedrich Albes
Friedrich Albes aus Neustadt bei Coburg (66 Jahre) wird für sein herausragendes Engagement und für seine Verdienste um die Entwicklung des Gesundheitswesens im Landkreis Sonneberg und in der Region Oberfranken sowie für sein ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement und für sein Lebenswerk geehrt. Der Betriebswirt übernahm 1993 die Aufgabe des Geschäftsführers im damaligen Kreiskrankenhaus Sonneberg. Unter seiner Regie fusionierte die Klinik mit dem Krankenhaus Neuhaus, diversen Pflegeheimen und dem Rettungsdienst. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass sich in der Region eine tragfähige medizinische Versorgungsstruktur entwickelte. Seinem Verhandlungsgeschick war es zu verdanken, dass sich Ende 2007 eine die Thüringer Landesgrenze überschreitende Kooperation von kommunalen Kliniken mit einer abgestimmten Spezialisierung und Angebotsaufteilung entwickelte, die für die dünn besiedelte Region von großer Bedeutung und bundesweit beispielhaft ist. Darüber hinaus engagiert sich Herr Albes ehrenamtlich im Verband kommunaler Gesundheitseinrichtungen und setzt sich seit vielen Jahren für die Zusammenarbeit in den Wohlfahrtsverbänden ein. Seit 2002 bringt er seine Erfahrung als Vorstandsmitglied in die Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen ein. Zusätzlich unterstützt der Musikliebhaber die alljährlichen Internationalen Jazztage.