07.01.2013 10:56 Uhr

Verleihung des Verdienstordens am 3. Februar 2011

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Prof. Dr. Wolf Arnold aus Suhl und Gerd Pillep aus Artern übergeben. Mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurde Margit Aurin aus Uthleben geehrt.

Sozialministerin Taubert sagte anlässlich der Ordensverleihung: „Diese drei Thüringer haben sich weit über das normale Maß hinausgehend bürgerschaftlich engagiert. Ihr beispielhafter Einsatz für ärztliche Versorgung, den Sport oder das soziale Miteinander im Freistaat erfährt mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland öffentliche Würdigung und Anerkennung.“

Prof. Dr. Wolf Arnold
Prof. Dr. Wolf Arnold

Prof. Dr. Wolf Arnold aus Suhl (70 Jahre) wurde für seine herausragenden Verdienste um den Aufbau des Rettungswesens in den Freistaaten Sachsen und Thüringen, sein ehrenamtliches Engagement und sein Lebenswerk als Arzt, Wissenschaftler und Hochschullehrer geehrt. Der gebürtige Dresdner studierte Medizin in Leipzig und ist Facharzt für Orthopädie, Physiotherapie und Unfallchirurgie. Prof. Dr. Wolf Arnold wirkte u. a. als Chefarzt am Zentralklinikum Suhl und als ärztlicher Leiter des Rettungsdienstzweckverbandes Südthüringen. Derzeit leitet er die Orthopädieabteilung des Eisenberger Waldkrankenhauses und ist vorübergehend Inhaber des Lehrstuhls für Orthopädie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Gerd Pillep
Gerd Pillep

Gerd Pillep aus Artern (69 Jahre) hat sich mit Leib und Seele dem Ringkampfsport verschrieben. Der 69-jährige ist seit 1969 Vorsitzender des „AC Germania Artern e. V. Die kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung des Ringkampfsports geht maßgeblich auf sein Wirken zurück. Er ist seit 1969 Vereinsvorsitzender des AC „Germania“ Artern e.V. Der Verein zählt mit 250 Mitgliedern zu den mitgliederstärksten Vereinen in Thüringen. Der gelernte Maschinenschlosser erwarb sich auch besondere Verdienste in der internationalen Jugendarbeit. Unter seiner Leitung wurden zwischen dem AC „Germania“ freundschaftliche Beziehungen zu Vereinen und Jugendorganisationen aus 15 europäischen Ländern aufgebaut. Mit seinem ehrenamtlichen Wirken hat Herr Pillep einen wertvollen Beitrag zur europäischen Einigung sowie für Toleranz und gegen Rechtsextremismus geleistet. Die Arbeit des AC „Germania“ wurde 1999 in einem mehrfach preisgekrönten Film „Der neunte Frühling“ dokumentiert. Mit der Verleihung soll auch das Lebenswerk von Herrn Pillep gewürdigt werden.

Margit Aurin (rechts)
Margit Aurin (rechts)

Frau Margit Aurin aus Uthleben (69 Jahre) liegt bereits seit vielen Jahren das Schicksal der Vertriebenen besonders am Herzen. Nach der Wende engagiert sich die in Lodz (Schlesien) geborene Schneiderin aktiv bei der Gründung des Bundes der Vertriebenen (BDV), Kreisverband Nordhausen. Als Ortverbandsvorsitzende gestaltete sie das Vereinsleben wesentlich mit. Mit viel Engagement im Orts- und Kreisverband trug sich maßgeblich dazu bei, einzigartige Veranstaltungen für die Vertriebenen zu organisieren. Die jährlichen Fahrten in die alte Heimat stellten und stellen dabei immer einen Höhepunkt im Vereinsleben dar. Daneben engagierte sich Frau Aurin von 1994 bis 1998 im Ausschuss für Kultur und Soziales des Gemeinderates Uthleben sowie als Schatzmeisterin im Rassegeflügelverein.