Verleihung des Verdienstordens am 4. August 2010
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- Ministerin Heike Taubert mit Werner Bache, Wilfried May, Ursula Liebold, Horst Lehmann, Gerhard Walther (v.l.n.r.)
Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat am 4. August 2010 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ursula Liebold aus Rudolstadt, Gerhard Walther aus Erfurt, Horst Lehmann aus Elxleben, Werner Bache aus Zella-Mehlis und Wilfried May aus Arnstadt überreicht.
Sozialministerin Taubert sagte: „Diese fünf Thüringer haben sich beispielhaft für unser Gemeinwesen eingesetzt. Ihr lebenslanges Engagement rund um den Sport ist lobenswert. Sie haben sich für das soziales Miteinander in unserem Freistaat sehr verdient gemacht. Mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland erfahren sie dafür öffentliche Würdigung und Anerkennung.“
Ursula Liebold ist seit 50 Jahren im Kegelsport aktiv und war 1988 und 2002 Deutsche Meisterin. Sie ist Vorstandmitglied ihres Heimatclubs SG Siemens Rudolstadt, Damenwart im Kreisverein und Mitglied im Ältestenrat des Thüringer Kegelverbandes. Über die genannten Aktivitäten und Erfolge im Kegelsport hinaus ist Ursula Liebold seit 1947 aktives Mitglied des Mandolinenorchesters Rudolstadt. Dort sorgt Sie als Gitarrenlehrerin mit für die Ausbildung des Nachwuchses. Als Mitbegründerin tritt sie seit 10 Jahren etwa 30 Mal im Jahr mit dem Seniorensextett auf.
Gerhard Walther ist seit 60 Jahren für den Boxsport in Erfurt ehrenamtlich aktiv. Zwischen 1946 und 1961 stand er selbst für verschiedene Vereine als Kämpfer im Ring. Danach arbeitete er als Trainer und Kampfrichter. Seit 1990 ist Gerhard Walther Mitglied im Vorstand des Thüringer Amateur Box Verbandes und dort noch heute als Vizepräsident aktiv. Er ist Gründer und Leiter eines Integrationszentrums beim PSV Erfurt, was sich für die vorbehaltlose Integration ausländischer Sportler einsetzt. Straffällig gewordene Jugendliche haben dort die Möglichkeit, im Rahmen der Vereinsarbeit ihre auferlegten Strafen abzuleisten.
Horst Lehmann wirkt seit Mitte der 1960er Jahre als Radsporttrainer und Organisator in Elxleben. Unter seiner Verantwortung wurde eine alte Stallung zum Trainingsstützpunkt umgebaut. Als erfahrener Pädagoge und Lehrer führte er besonders die jungen Menschen zum Radsport. Als Vereinsvorsitzender baute Horst Lehmann sportliche Beziehungen nach Polen auf, die bis heute bestehen. Heute hilft er dem Radsport als erfahrener Sprecher und Rennleiter.
Werner Bache engagiert sich ehrenamtlich im Thüringer Skiverband. Dort ist er seit 35 Jahren als Pressewart für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Mit seinem Fachwissen hilft er dem Verband Pressekonferenzen und Empfänge zu durchzuführen. Werner Bache schreibt Berichte für alle regionalen Zeitungen und unterstützt mit Beiträgen und Bildmaterialien aus eigenem Fundus Verbands- und Vereinszeitschriften. In seinem Heimatverein in Zella-Mehlis gilt sein Augenmerk neben der Pressearbeit der Förderung von Kindern und Jugendlichen und des Nachwuchssportes.
Wilfried May engagiert sich seit 1972 in Erfurt für den Tennissport. Er war Übungsleiter und Jugendwart. 1992 hatte er erst das Amt des Schatzmeisters später das Präsidentenamt des Thüringer Tennisverbandes inne. Er widmete sich immer der Nachwuchsförderung sowie der Rekonstruktion und dem Neubau von Tennisanlagen. Das unter seiner Verantwortung errichtete Landesleistungszentrum in Weimar ermöglichte ganzjährigen Trainingsbetrieb. 2008 gelang erstmals einer Thüringer Tennisspielerin der Sprung in die Weltrangliste. Wilfried May vertritt ununterbrochen seit 1993 aktiv die Interessen der Thüringer Tennisvereine im Bundesausschuss des Deutschen Tennisbundes.