Verleihung des Verdienstordens am 27. April 2010
Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat am Dienstag das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ute Oberhoffner aus Ilmenau, Rudolf Hippel aus Ilmenau, Rolf Buchner aus Gera und Gerald Rössel aus Sömmerda übergeben. Mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wurden Ingrid Kriebel aus Waltershausen und Horst Schild aus Gera geehrt.
Sozialministerin Taubert sagte anlässlich der Ordensverleihung: „Diese sechs Thüringer haben sich weit über das normale Maß hinausgehend bürgerschaftlich engagiert. Ihr beispielhafter Einsatz für den Sport im Freistaat erfährt mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland öffentliche Würdigung und Anerkennung. Menschen wie sie sorgen dafür, dass unser Gemeinwesen funktioniert.“
Ute Oberhoffner ist seit 1969 Mitglied des „Rodelvereins Ilmenau e.V.“. Zu ihren sportlichen Erfolgen zählen bei den Olympischen Winterspielen 1984 Bronze und 1988 Silber. Zudem wurde sie Weltcup-Gesamtsiegerin 1988 und 1993 sowie Europameisterin 1988. Nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn engagierte sich die 48 -Jährige ehrenamtlich in mehreren Funktionen im Verein und auf Landesebene. Ute Oberhoffner setzt sich kompetent und unermüdlich für die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Thüringen ein. Ihr ist es zu verdanken, dass viele Kinder in Thüringer Sportvereinen organisiert Sport treiben.
Rudolf Hippel ist seit den 1950-er Jahren als einer der aktivsten Kampfrichter im Thüringer Schützenbund e.V. bis heute aktiv ehrenamtlich tätig. Der 77 –Jährige ist Gründungsmitglied und war lange Jahre sehr aktiver Vorsitzender der Schützengesellschaft Ilmenau. Er ist Gründungsmitglied des Thüringer Schützenbundes (TSB), wo er als Vizepräsident ab 1990 den Aufbau der Kampfrichterausbildung für alle Disziplingruppen übernahm. In vieler Hinsicht ist Rudolf Hippel Vordenker in der Entwicklung des Sportschiessens und weltweit anerkannt für sein Fachwissen und die qualifizierte Leitung von großen internationalen Wettkämpfen in Thüringen.
Rolf Buchner begann 1956 seine sportliche Laufbahn als Segelflieger. Der 69- Jährige zählt zu den Aktivsten des Geraer Luftsports. Sein ehrenamtliches Engagement richtet sich vor allem auf die Ausbildung des Fliegernachwuchses. Rolf Buchner war Mitorganisator zahlreicher luftsportlicher Wettkämpfe und Veranstaltungen. Sein Engagement ist geprägt durch seine Zielstrebigkeit und Kontinuität. Die Verleihung soll sowohl sein ehrenamtliches Engagement im sportlichen und kommunalpolitischen Bereich als auch sein Lebenswerk würdigen.
Gerald Rössel ist begeisterter Fußballspieler. In seinem 50-jährigen Wirken als ehrenamtlicher Sportfunktionär hat er auch als ehrenamtlicher Übungsleiter im Fußball der Sportgemeinschaft Empor Buttstädt und danach in der Sportgemeinschaft Einheit Kölleda gewirkt. Im Mittelpunkt seiner Arbeit standen die Nachwuchsförderung sowie die Entwicklung des Kinder- und Jugendsports im Kreis Sömmerda. 1990 erfolgte die Neugründung des Thüringer Fußballverbandes e.V. Seitdem gehört Gründungsmitglied Gerald Rössel dem Vorstand an. Der 69-Jährige hat mit seinem ehrenamtlichen Wirken wesentlich zur Entwicklung des Fußballsports im Freistaat Thüringen als anerkannter Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens beigetragen.
Ingrid Kriebel bereichert seit fast 20 Jahren als Vereinsvorsitzende des SG GutsMuths Schnepfenthal e.V. und Übungsleiterin die Arbeit des Vereins. Die 48- Jährige setzt sich als Landesverantwortliche Gymnastik/Tanz weit über das normale Maß hinaus für die Entwicklung des Fachgebietes Gymnastik im Thüringer Turnverband ein. Besonders hoch anzuerkennen sind ihre Erfolge als Gesamtleiterin bei der Organisation und Durchführung des jährlichen Altersturntreffens des Thüringer Turnverbandes. Ingrid Kriebel ist seit 2003 Mitglied im Landesausschuss „Frauen im Sport“ des Landessportbundes Thüringen und in dieser Funktion anerkannt und geachtet.
Horst Schild ist seit seiner Kindheit ein begeisterter Sportler. Er hat großen Anteil an der Entwicklung des Radwanderns als Vereinssport in der Stadt Gera und in ganz Thüringen. Um befreundete ausländische Sportfreunde zu treffen, organisierte der 75-Jährige unter anderem Fahrten nach Polen, Tschechien und Ungarn. Es ist seinem langjährigen Erfahrungsschatz, seinem unermüdlichen Wirken, dem großen Zeitaufwand für sein Ehrenamt und die Traditionspflege zu verdanken, dass Radwandern nicht nur in Thüringen, sondern auch über die Grenzen hinaus bekannt und beliebt ist. Die Verleihung soll auch das Lebenswerk Horst Schilds würdigen.