07.01.2013 10:54 Uhr

Verleihung des Verdienstordens am 20. Januar 2010

Gruppenfoto der Ordensträgerinnen und Ordensträger mit Ministerin Taubert (links)
Gruppenfoto der Ordensträgerinnen und Ordensträger mit Ministerin Taubert (links)

Die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Heike Taubert, hat an Prof. Dr. Christine Jakob aus Ilmenau und Prof. Dr. Michael Curtius aus Weimar die Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer Feierstunde übergeben. Silke Aepfler aus Jena erhielt die Verdienstmedaille des Verdienstordens.

Prof. Dr. Christine Jakob aus Ilmenau (rechts) mit Ministerin Taubert
Prof. Dr. Christine Jakob aus Ilmenau (rechts) mit Ministerin Taubert

Prof. Dr. Christine Jakob aus Ilmenau ist Mitbegründerin des Landesverbandes Thüringen der Deutschen Rheuma-Liga. Allein in Thüringen sind 160.000 Personen von dieser Erkrankung betroffen. Seit 2006 ist Frau Prof. Jakob Präsidentin der Rheuma-Liga in Thüringen und sie ist auch in den entsprechenden Gremien auf Bundesebene aktiv. Die Deutsche Rheuma-Liga ist der größte Patientenselbsthilfeverband in Deutschland. Darüber hinaus hat Frau Prof. Jakob große Verdienste im Bereich der Wissenschaft. Besonders hervorzuheben sind ihre Initiativen bei der Einführung des Studiengangs Werkstoffwissenschaften sowie bei der Erstellung der Unterlagen für diesen Thüringer Verbundstudiengang. Sie ist als Gleichstellungsbeauftragte der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik tätig.

Prof. Dr. Michael Curtius aus Weimar (rechts) mit Ministerin Taubert
Prof. Dr. Michael Curtius aus Weimar (rechts) mit Ministerin Taubert

Prof. Dr. Michael Curtius aus Weimar ist Initiator des 2005 gegründeten Kinder- und Jugendfonds im Rahmen der Bürgerstiftung Weimar. Anliegen ist es, die Eigeninitiative von Kindern und Jugendlichen aus Weimar und dem Weimarer Land zu fördern, um damit benachteiligten Kindern und Jugendlichen, die sich in Notsituationen befinden, unmittelbare praktische Hilfe zu bieten. Aufgrund des Engagements von Prof. Curtius entstand so das Projekt „kinderzentriertes Beratungsangebot“ des Kinderhauses Weimar und das Projekt „chance with dance“, das er gemeinsam mit dem Deutschen Nationaltheater (DNT) entwickelt und dafür finanzielle Mittel bereitgestellt hat. Seit dem Start des Kinder- und Jugendfonds Weimar konnten 52 Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 150.000 Euro gefördert werden.

Silke Aepfler aus Jena (rechts) mit Ministerin Taubert
Silke Aepfler aus Jena (rechts) mit Ministerin Taubert

Silke Aepfler aus Jena ist selbst sehr stark sehbehindert und seit November 1997 als Vorsitzende der Kreisorganisation Jena des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen e.V. besonders aktiv tätig. Darüber hinaus setzt sie sich als Mitglied der Arbeitsgruppe „Barrierefreies Jena“ auch für andere sinnesbehinderte Bürger ein. Sie berät die Jenaer Nahverkehrsgesellschaft und konnte erreichen, dass beim Kauf der Niederflurbusse und Straßenbahnen auch auf ein gut erkennbares Informationssystem an und in den Fahrzeugen geachtet wird. Weiterhin organisiert sie auch Tandem-Radtouren für blinde Menschen. An diesen Projekten nehmen betroffene Bürger aus dem gesamten Bundesgebiet teil.