Thüringer Pflegepakt

Thüringen steht vor der Herausforderung, angesichts einer stark alternden Bevölkerung und eines beträchtlichen Rückgangs der erwerbsfähigen Bevölkerung eine qualitativ hochwertige, wirtschaftlich angemessene Pflegeversorgung im Freistaat zu sichern.

Als gleichberechtigte Partner haben sich

  • die kommunalen Spitzenverbände,
  • die LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V.,
  • der Arbeitgeber- und BerufsVerband Privater Pflege,
  • die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (RD-SAT)
  • die Pflegekassen sowie
  • die Landesregierung

zu einer gemeinsamen Initiative entschlossen:

Am 7. November 2012 wurde der Thüringer Pflegepakt mit dem Ziel unterzeichnet, eine qualitativ hochwertige Pflegeversorgung im Freistaat Thüringen zu sichern, die Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie die Vergütung der Pflegeleistungen und die Entlohnung der Mitarbeitenden zu verbessern. Ebenso geht es den Partnern des Pflegepakts um eine Imageverbesserung des Altenpflegeberufes. Diese Initiative soll dazu beitragen, die professionelle Pflege in Thüringen, die von ausgebildeten Pflegekräften entweder im häuslichen Bereich durch ambulante Pflegedienste oder in stationären Pflegeeinrichtungen - Pflegeheimen - erbracht wird, sicherzustellen.

Von 87.000 pflegebedürftigen Menschen in Thüringen (Stand: 12/2013) werden knapp die Hälfte, also 43.000 Pflegebedürftige, allein durch Angehörigen zu Hause betreut und gepflegt.

Die professionellen Dienste und Einrichtungen betreuen etwas mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen in Thüringen, nämlich 44.000 Betroffene.

Ziele:

Ein Kampagnenmarketing soll für den gesellschaftlichen Wert der Pflege sensibilisieren und dabei für berufliche Perspektiven in diesem Bereich werben.

Die Beschäftigungsbedingungen in der Pflege sollen verbessert werden. Dazu gehört z. B. die angemessene Entlohnung in der Pflege, die gegenüber anderen Regionen in Deutschland, aber auch gegenüber anderen Branchen konkurrenzfähig sein muss. Deswegen werden tariflich geregelte Arbeitsverhältnisse angestrebt. Dazu gehören ebenso familiengerechte Arbeitsbedingungen sowie die Berücksichtigung der Möglichkeiten älterer Beschäftigter durch eine altersgerechte Gestaltung der Arbeitsabläufe und der Arbeitsplätze.

Die Rahmenbedingungen für die Qualifizierung und Weiterbildung der Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen sollen verbessert werden. Hilfskräfte sollen z. B. die Möglichkeit erhalten, sich zur Fachkraft weiterzubilden.

Darüber hinaus soll die Personalgewinnung im Nachwuchs- und Umschulungsbereich verbessert werden. Voraussetzung dafür ist eine angemessene Vergütung während der Ausbildungsphase sowie die bedarfsgerechte Bereitstellung von geeigneten Ausbildungsplätzen in den Pflegeeinrichtungen.

Der Pflegepakt ist nur der Auftakt für weitere konkrete gemeinsame Arbeitsschritte. Das noch laufende Kampagnenmarketing hat bereits erste Wirkungen gezeigt – die Schülerzahlen in der Altenpflegeausbildung sind gestiegen. Voraussetzungen für die Wirksamkeit aber sind faire, möglichst tarifvertraglich geregelte Löhne und Arbeitsbedingen in der Pflege.

Weiterführende Informationen:

Zur Fachkräftesituation in der Pflege wird auf den Sozialwirtschaftsbericht (insbesondere Kapitel 5) und auf eine Studie zum Fachkräftebedarf verwiesen.

Der Thüringer Pflegepakt ist eine Initiative von:

Thüringer Pflegepakt (102.8 kB)
Die Vereinbarung im Wortlaut.
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Logo Thüringer Pflegepakt, Schild mit der Aufschrift "Pflege braucht Helden" Pflege braucht Helden
Die Kampagne ist eine Initiative des Thüringer Pflegepaktes.

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