Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen in der Pflege

Freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM) schränken die verfassungsrechtlich garantierten Rechte auf Fortbewegungsfreiheit und Selbstbestimmung von Pflegebedürftigen erheblich ein. Sie sind daher nur unter Einhaltung enger gesetzlicher Voraussetzungen erlaubt. Die Entscheidung, ob bei einer betroffenen Person FEM zur Anwendung kommen, verlangt von allen Beteiligten (Angehörige, insbesondere als Vorsorgebevollmächtigte/r/ Betreuer/in, Pflege- und Betreuungskräfte, ärztliches Personal und Juristinnen/en) die konstruktive Mitwirkung an einem komplexen Prozess, bei dem das Wohl der betroffenen Person stets im Mittelpunkt steht. Gemeinsam tragen alle Beteiligten die Verantwortung für eine Entscheidung, die den individuellen Bedürfnissen der betroffenen Person bestmöglich gerecht werden soll.

Leitfaden „Empfehlungen für den Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen in der stationären Pflege“

Der Thüringer Landespflegeausschusses nach § 8a Elftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) hat den Leitfaden „Empfehlungen für den Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) in der stationären Pflege“ beschlossen.

Der Leitfaden richtet sich in erster Linie an stationäre Pflegeeinrichtungen in Thüringen. Darüber hinaus bietet er auch stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe und ambulant betreuten Wohnformen eine erste Orientierung für den Umgang mit FEM. Für die beiden letztgenannten Bereiche wird der Landespflegeausschuss noch auf deren spezifische Bedürfnisse zugeschnittene, ergänzende Empfehlungen erarbeiten.

Erklärtes Ziel des Leitfadens ist es, die Anwendung von FEM zu vermeiden und diese, wenn keine Alternative zu ihrem Einsatz gegeben ist, fachgerecht anzuwenden. Dabei orientiert sich der Leitfaden an den für alle Beteiligten verbindlichen gesetzlichen Vorgaben und erläutert diese anhand von Schaubildern und Beispielen aus der Praxis.

Faltblatt „Freiheit erhalten. Hilfen annehmen – Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen in der häuslichen Pflege. Informationen für pflegende Angehörige“

Der Unterausschuss „Freiheitsentziehende Maßnahmen – Leitfaden (FEM – Leitfaden)“ des Thüringer Landespflegeausschusses hat unter Federführung der Heimaufsicht beim Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA) ein Faltblatt „Freiheit erhalten. Hilfen annehmen – Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen in der häuslichen Pflege“ erarbeitet. Dieses Faltblatt wurde am 11. April 2018 vom Thüringer Landespflegeausschuss beschlossen.

Das Faltblatt richtet sich mit den darin enthaltenen Informationen an pflegende Angehörige in Thüringen. Es bietet einen Überblick über freiheitsentziehende Maßnahmen, die Folgen der Anwendung, entsprechende Praxistipps sowie Beratungsmöglichkeiten zur Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen.

Empfehlungen für den Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) in der stationären Pflege (548.3 kB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

Faltblatt "Freiheit erhalten, Hilfen annehmen" (333.2 kB)
Informationen für pflegende Angehörige: Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen in der häuslichen Pflege
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

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